K+S kauft Salzgeschäft von Qemetica
K+S baut seine Salzsparte mit einer Übernahme in Deutschland und Polen aus. Der Kasseler Konzern übernimmt von Qemetica zwei Siedesalzstandorte in Staßfurt und Janikowo sowie die zugehörigen Verwaltungseinheiten. Der Kaufpreis beträgt nach Angaben des Unternehmens aus Kassel vom Dienstag 350 Millionen Euro. Hinzu kann eine erfolgsabhängige Prämie von bis zu 30 Millionen Euro kommen. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2027 erwartet. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Mit dem Zukauf stärkt K+S vor allem das Geschäft mit Salzspezialitäten für Anwendungen wie Wasserenthärtung und die Lebensmittelindustrie. Die erworbene Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von rund 125 Millionen Euro sowie ein EBITDA von knapp 50 Millionen Euro und beschäftigte etwa 400 Personen.
„Die Übernahme der beiden Siedesalzstandorte von Qemetica bietet uns eine Chance, unser Salzgeschäft in Europa weiter auszubauen. Das eröffnet uns zugleich eine gute zusätzliche Wachstumsperspektive in Mittel- und Osteuropa”, so K+S-Vorstandsvorsitzende Christian H. Meyer.
Zur Finanzierung prüft K+S verschiedene Kapitalmarkt- und Finanzierungsinstrumente. Nach Angaben des Managements soll die Transaktion den Verschuldungsgrad des Konzerns weitgehend unverändert lassen, da dem Kaufpreis ein entsprechender Ergebnisbeitrag gegenüberstehe. Qemetica will die Erlöse aus dem Verkauf für strategische Projekte einsetzen und den Ausbau des Geschäfts mit Energierückgewinnung aus Abfällen vorantreiben.
Die K+S Aktie notiert bei 14,69 Euro mit 0,47 Prozent im Minus.


