Mutares prüft Börsengang oder Verkauf von Magirus
Die Mutares SE & Co. KGaA hat eine Prüfung strategischer Optionen für ihre Portfoliogesellschaft Magirus eingeleitet, die einen möglichen Börsengang oder einen Verkauf einschließt. „Eine solche Transaktion würde nicht nur die Kapitalbasis von Magirus stärken, sondern auch die finanzielle Flexibilität erhöhen, um weiterhin profitables Wachstum zu unterstützen, sowohl organisch als auch durch selektive Akquisitionen, flankiert von laufenden Investitionen in Innovation”, so Mutares. Noch aber ist keine Entscheidung gefallen.
Hintergrund ist nach Angaben der Münchener Beteiligungs-Gesellschaft eine deutlich verbesserte operative Entwicklung: Magirus erzielte im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse von rund 85 Millionen Euro und sei nach Unternehmensangaben vom Donnerstag „klar auf Kurs, die Gewinnschwelle zu erreichen”. Der Auftragsbestand übersteigt 880 Millionen Euro und biete hohe Umsatzvisibilität für 2026 und 2027.
Magirus-Transaktion wäre wichtig für Mutares
Im Gesamtjahr 2025 steigerte Magirus den Umsatz auf rund 336 Millionen Euro nach rund 276 Millionen Euro im Vorjahr, das bereinigte EBIT verbesserte sich auf minus 12 Millionen Euro nach minus 40 Millionen Euro. Mit der Übernahme von Achleitner Fahrzeugbau im Oktober 2025 – umbenannt in Magirus Defense Systems – hat Magirus sein Portfolio gezielt in Richtung Verteidigungsfahrzeuge erweitert und damit Zugang zu einem der wachstumsstärksten Segmente Europas erhalten. Eine endgültige Entscheidung über Art und Zeitpunkt eines möglichen Exits steht noch aus.
Für Mutares-Aktionäre ist der mögliche Magirus-Exit von besonderer Relevanz: Magirus zählt zu den wichtigen Beteiligungen im Portfolio der Süddeutschen und würde bei einem erfolgreichen Abschluss einen substanziellen Beitrag zu den Zahlen der Mutares-Holding leisten, deren Prognose für 2026 bereits Exit-Erlöse deutlich oberhalb der rund 230 Millionen Euro des Vorjahres einkalkuliert.
Die Mutares Aktie notiert bei 27,60 Euro mit 0,72 Prozent im Minus.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Mutares.

