Schaeffler steigt mit Spire Global ins Satellitengeschäft ein
Die Schaeffler AG und der US-amerikanische Satellitenbetreiber Spire Global, deren Aktien an der US-Börse notieren, haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung von Subsystemen für Raumfahrthardware und Satellitenplattformen unterzeichnet. Schaeffler bringt Präzisionsfertigung und Kenntnisse in Motor- und Lagertechnologie ein, Spire steuert Plattformarchitektur, Bordsoftware und operatives Raumfahrt-Know-how bei. Ziel ist der Aufbau eines eigenständigen europäischen Raumfahrtgeschäfts bis Ende des Jahrzehnts – industrialisiert in Deutschland und ausgerichtet auf Missionen in den Bereichen Verteidigung, Wetter und kritische Infrastruktur. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Dies ist ein bedeutender Schritt hin zu einem Weg für kritische Dual-Use-Missionen und einer eigenständigeren, verlässlichen europäischen Industriebasis, mit der sich Geschwindigkeit und Größenordnung erreichen lassen, die moderne Missionen in der Raumfahrt erfordern“, sagt Theresa Condor, CEO von Spire Global.
„Dank unserer industriellen Kompetenzen kann Schaeffler mit Spire als Partner für Raumfahrt-Know-how und als Mission-Enabler einen vergleichbaren Kurs auf dem europäischen Markt einschlagen“, so Klaus Rosenfeld, CEO von Schaeffler.
Schaeffler hat Raumfahrt und Verteidigung im Rahmen seiner Strategie „Strategic Ambition 2035" als Wachstumsfelder definiert. Spire betreibt seit 2025 eine Satellitenproduktionsstätte in München und verfügt über Kapazitäten für 300 bis 400 Satelliten pro Jahr an Standorten in den Vereinigten Staaten und Europa. Die Partnerschaft soll Spires europäische Präsenz ausbauen und Schaeffler den Zugang zu nationalen Rüstungskunden und staatlichen Auftraggebern in Europa erschließen.
Die Schaeffler Aktie notiert bei 11,40 Euro mit 14 Prozent im Plus, der Aktienkurs von Spire Global 7,77 Prozent auf 22,20 Euro.

