Hormus-Schock treibt die Inflation: Sprung vom Tank zum Wocheneinkauf? - DZ BANK
Seit der Eskalation im Nahen Osten und der Schließung der Straße von Hormus ist die Inflation im Euroraum zurück: Im April kletterte die Teuerungsrate auf drei Prozent. Das liegt hauptsächlich an den Energiekosten – diese verteuerten sich um 10,9 Prozent, Kraftstoffe sogar um rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spürbar ist das vor allem an der Zapfsäule. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Die entscheidende Frage ist nun, ob der Preisdruck sich auch bald beim täglichen Einkauf bemerkbar macht. „Das hängt davon ab, welchen Einfluss die hohen Energiekosten im Lauf des Jahres auf Transport, Lebensmittelverarbeitung und Dienstleistungen haben werden", erklärt DZ BANK Analyst Matthias Schupeta. Die sogenannten indirekten Effekte – wenn hohe Energiekosten auf andere Preise durchschlagen – treten zeitverzögert auf.
Schon jetzt zeigen aber erste Frühindikatoren, dass die teure Energie weitergereicht werden könnte. „Die Kosten für Düngemittel oder industrielle Rohstoffe zeigen nach oben", sagt der Volkswirt. Wie stark sich die Inflation festsetzt, hängt laut Schupeta entscheidend davon ab, ob sich der Höhenflug bei den Energiepreisen in den kommenden Wochen und Monaten fortsetzen wird. Trotzdem: Für einen echten Inflationsalarm sei es noch zu früh. Die Kernrate – also ohne Energie und Nahrungsmittel – ist mit 2,2 Prozent weiterhin moderat.
Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DZ Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!


