123fahrschule SE: Führerscheinreform beschleunigt Umbau
Das Bundeskabinett hat am 20. Mai 2026 den Gesetzentwurf zur Führerscheinreform beschlossen, der unter anderem die Präsenzpflicht im Theorieunterricht abschafft und den Prüfungsfragenkatalog um ein Drittel kürzt. Das Inkrafttreten der neuen Richtlinien ist zum 1. Januar 2027 geplant. Ebenso soll es ein Transparenzregister mit veröffentlichten Preisen und Bestehensquoten aller Fahrschulen geben.
„Das Kabinett hat heute beschlossen, was wir seit Jahren aufbauen. Die Reform ist keine Erwartung mehr, da sie nun beschlossenes Recht auf dem Weg ins Gesetzblatt ist. Wir nutzen die verbleibende Zeit bis zum 1. Januar 2027 nicht zum Abwarten, sondern zum Handeln”, so Boris Polenske, Gründer und Vorstand der 123fahrschule SE.
Das Kölner Unternehmen will die verbleibende Zeit für den Umbau nutzen: Der Präsenztheorieunterricht wird eingestellt, rund die Hälfte der Mietverträge für Fahrschul-Standorte wurde bereits gekündigt. Künftig sollen Schulungsräume entfallen und die theoretische Ausbildung über das eigene E-Learning-System absolviert werden, der Betrieb konzentriert sich dann auf Simulatorstandorte.
Für die Expansion plant 123fahrschule Flagship-Standorte in den 30 größten deutschen Städten – zwölf sind bereits besetzt. Mittelstädte sollen über Kooperationspartner, kleinere Märkte über selbstständige Fahrlehrer auf der Plattform bedient werden. 123fahrschule-Konzerntochter Foerst bringt zudem eine neue Simulator-Version mit 4K-Bildqualität auf den Markt, ein KI-gestützter virtueller Fahrlehrer soll im November 2026 vorgestellt werden.
Die 123fahrschule Aktie notiert bei 2,60 Euro mit 3,17 Prozent im Plus.
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