Steyr Motors: Starkes zweites Halbjahr soll Delle im Q1 ausgleichen
Ein verhaltener Jahresauftakt bei der Steyr Motors AG: Die Umsatzerlöse des österreichischen Unternehmens im ersten Quartal 2026 lagen mit 11,7 Millionen Euro nur knapp über dem Vorjahreswert von 11,5 Millionen Euro, da laut Steyr Motors größere Auftragsvolumina aus Indien und dem Nahen Osten infolge geopolitischer Spannungen rund um den Iran-Krieg zeitlich verschoben wurden. Die verschobenen Projekte haben nach Unternehmensangaben weiterhin Bestand. Das bereinigte EBIT sank auf 0,9 Millionen Euro nach 2,1 Millionen Euro im Vorjahr, belastet durch einen strategisch bedingten Personalaufbau und den Ausbau von Produktionskapazitäten.
Mit einem Gesamtauftragsbestand von 308 Millionen Euro – davon rund 200 Millionen Euro rechtlich bindend – verfügt Steyr Motors nach eigenen Angaben über hohe Umsatzvisibilität bis Ende 2030. Besondere Dynamik entwickele laut Unternehmen die Nachfrage nach unbemannten Systemen, in denen Steyr Motors als Motorenlieferant positioniert ist. Zusätzliches Potenzial verspricht ein möglicher Folgeauftrag der US Navy über rund 500 Boote, dessen Umsatzwirksamkeit ab 2027 erwartet wird.
BUKH-Gruppe profitabler als erwartet
Die im ersten Quartal abgeschlossene Akquisition der dänischen BUKH-Gruppe wird ab dem zweiten Quartal 2026 in den Konzernabschluss einbezogen und entwickelt sich nach Unternehmensangaben bereits in der frühen Phase profitabler als erwartet. Die Integration soll laut Steyr Motors Cross-Selling- und margenstarke Aftermarket-Potenziale im internationalen Defense- und Spezialbootmarkt erschließen. Parallel wird die neu entwickelte M12 Power Unit im ersten Halbjahr von europäischen Streitkräften und einem Drohnenhersteller getestet – mit Serienauftragspotenzial ab 2027.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand die Prognose: Ein Umsatz zwischen 75 und 95 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von mindestens 15 Prozent. Den erwarteten deutlichen Ergebnis- und Margenanstieg im zweiten Halbjahr begründet Steyr Motors mit zunehmender Kapazitätsauslastung, der Abarbeitung des gesicherten Auftragsbestands sowie der Lieferung margenstarker Ersatzteile für einen Defense-Kunden.
„Die zeitlichen Verschiebungen größerer Auftragsvolumina aus Indien und dem Mittleren Osten belasteten die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal. Dennoch bilden der hohe Auftragsbestand, die zunehmende Dynamik im Bereich unbemannter Systeme (USV) sowie zusätzliche Impulse aus europäischen Defense-Programmen eine solide Grundlage für eine deutliche Beschleunigung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr”, so Julian Cassutti, CEO der Steyr Motors AG.
Die Steyr Motors Aktie notiert bei 36,90 Euro mit 1,18 Prozent im Minus.
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Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Steyr Motors AG.
