Rheinmetall: Shortseller wettet gegen die Aktie - auch Deutz im Fokus
Wer Aktien leerverkauft, also auf fallende Kurse spekuliert, unterliegt Transparenzpflichten gemäß EU-Leerverkaufsverordnung. Ab einer Netto-Leerverkaufsposition von 0,5 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals muss eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgen.
D. E. Shaw setzt auf fallende Kurse bei Rheinmetall
D. E. Shaw & Co. überschreitet bei Rheinmetall die Meldeschwelle mit 0,50 Prozent — ein interessanter Zeitpunkt, da der Aktienkurs des Rüstungskonzerns, der zu den stärksten Titeln im DAX zählte, zuletzt bereits deutlich gefallen war, aber auch neue Verkaufssignale generiert hat. Ob das eine gezielte Gegenwette auf eine langfristig abgeschlossene charttechnische Topbildung ist, lässt sich aus der Meldung allein nicht ablesen. Auch nicht, ob weitere Shortseller oberhalb von 0,5 Prozent Positionsgröße folgen: Laut Bundesanzeiger ist D. E. Shaw & Co. bei Rheinmetall aktuell allein auf weiter Front oberhalb der Meldeschwelle.
Deutz: Zwei Fonds ziehen gleichzeitig an
Beim Motorenhersteller Deutz überschreiten gleich zwei Fonds die Meldeschwelle: Capital Fund Management steigt von 0,46 auf 0,54 Prozent, WorldQuant legt von 0,57 auf 0,74 Prozent zu — ein deutliches Signal gegen den Industrietitel, der sich verstärkt auch im Rüstungssektor engagiert und dessen Aktienkurs sich seit Oktober 2024 von 3,64 Euro auf Ende Februar zwischenzeitlich erreichte 12,50 Euro verteuert hatte.
Gestern rein, heute raus: Susquehanna beendet Hugo Boss Wette
Erst gestern tauchte Susquehanna International Group Limited mit 1,15 Prozent neu in den Meldungen zu Shortpositionen bei der Hugo Boss Aktie auf — heute meldet die US-Adresse wieder 0,00 Prozent. Die Position ist damit vollständig geschlossen. Ein ungewöhnlich kurzes Engagement. ExodusPoint reduziert dagegen nur leicht auf 0,57 Prozent.
Millennium setzt auf weiter fallende LEG-Kurse
Bei LEG Immobilien bauen gleich zwei Millennium-Fonds ihre Positionen aus. Millennium Capital Management (DIFC) erhöht von 0,70 auf 0,81 Prozent, Millennium International Management von 0,86 auf 0,98 Prozent — letzterer nähert sich damit der 1-Prozent-Marke.
TUI: Blackrock knackt die 1-Prozent-Marke
Bei TUI überschreitet BlackRock Financial Management mit einem Anstieg von 0,95 auf 1,00 Prozent die symbolische 1-Prozent-Marke. Capital Fund Management stockt ebenfalls weiter auf 1,60 Prozent auf — der Reisekonzern bleibt ein bevorzugtes Ziel diverser Leerverkäufer.
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