Deutsche Telekom und Rheinmetall entwickeln Drohnenschutz
Kritische Infrastrukturen geraten zunehmend ins Visier hybrider Bedrohungen – und zwei DAX-Schwergewichte wollen gegensteuern. Rheinmetall und die Deutsche Telekom haben im Vorfeld der Sicherheitsmesse AFCEA in Bonn eine Kooperation zum Schutz von Städten und KRITIS-Standorten vereinbart. Geplant ist ein sogenannter Multi-Threat-Protection-Ansatz, der Cybersicherheit und physischen Perimeterschutz kombiniert. Konkrete Details der Zusammenarbeit sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Armin Papperger, Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, sagt: „Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital. Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen.”
Die Telekom bringt in die Partnerschaft ihre seit 2017 aufgebaute Drohnendetektions-Infrastruktur ein. Zum Einsatz kommen unter anderem RF-Sensoren, die über Mobilfunkmasten installiert werden und nach Unternehmensangaben derzeit mehr als 90 Prozent aller Drohnen im unteren Luftraum sichtbar machen. Zudem erforscht die Telekom gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, wie sich Drohnen aufspüren lassen, die nicht per Funkfrequenz, sondern über Mobilfunknetze gesteuert werden – ein wachsendes Sicherheitsproblem. Rheinmetall steuert seine Kompetenz in der Flugabwehr sowie bei autonomen Systemen und Sensor- und Datenverarbeitungstechnologien bei.
Für Rheinmetall reiht sich die Vereinbarung in eine wachsende Zahl ziviler Sicherheitskooperationen ein. Bereits im Dezember 2025 hatte der Konzern gemeinsam mit der Polizei Hamburg und der Hamburg Port Authority eine strategische Partnerschaft zur Drohnenabwehr im Hamburger Hafen geschlossen. Für die Deutsche Telekom öffnet die Zusammenarbeit ein Marktsegment, das über klassische Konnektivität hinausgeht und unmittelbar von steigenden Verteidigungsbudgets und dem wachsenden politischen Druck zum Schutz nationaler Infrastrukturen profitiert.
Die Deutsche Telekom Aktie notiert bei 27,48 Euro mit 0,29 Prozent im Plus. Die Rheinmetall Aktie notiert bei 1.172,60 Euro mit 3,76 Prozent im Minus und setzt damit nach den jüngsten Verkaufssignalen ihre Talfahrt fort..
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Deutsche Telekom.

