Hannover Rück profitiert von glimpflicher Schadensaison
Glimpfliche Großschäden und ein starkes Serviceergebnis haben der Hannover Rück zum Jahresauftakt 2026 einen deutlichen Ergebnissprung beschert. Der Nettokonzerngewinn stieg im ersten Quartal auf 710,6 Millionen Euro nach 480,5 Millionen Euro im Vorjahr, das EBIT legte um 39,4 Prozent auf 971,1 Millionen Euro zu. Das Ergebnis je Hannover Rück Aktie kletterte auf 5,89 Euro nach 3,98 Euro, die Eigenkapitalrendite der Talanx-Tochtergesellschaft auf 21,2 Prozent nach 16,1 Prozent – weit über dem strategischen Zielwert von mehr als 14 Prozent. Der Konzern-Rückversicherungsumsatz lag währungsbedingt bei 6,5 Milliarden Euro nach 7,0 Milliarden Euro im Vorjahr, bei konstanten Kursen hätte sich ein Wachstum von 0,6 Prozent ergeben.
„Unser Nettokonzernergebnis für das erste Quartal bestätigt erneut die Stärke unseres diversifizierten Geschäftsmodells und unsere Fähigkeit, auch in einem anspruchsvolleren Markt ein attraktives Gewinnwachstum zu zeigen”, sagt Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück.
Entlastend wirkte für den DAX-Konzern die vergleichsweise geringe Großschadenbelastung: Mit 206,9 Millionen Euro blieb sie weit unterhalb des budgetierten Erwartungswertes von 480,3 Millionen Euro für das erste Quartal. Die kombinierte Schaden-Kostenquote verbesserte sich auf 83,6 Prozent nach 93,9 Prozent im Vorjahr und lag damit unter der Jahreszielgröße von unter 87 Prozent. Das Kapitalanlageergebnis stieg auf 605,3 Millionen Euro nach 576,9 Millionen Euro im Vorjahr, die annualisierte Kapitalanlagerendite erreichte 3,6 Prozent. Das Eigenkapital wuchs zum 31. März auf 13,9 Milliarden Euro nach 12,9 Milliarden Euro zum Jahresende 2025, die Solvency-II-Bedeckungsquote lag bei 254 Prozent.
Dividendenpolitik bekräftigt
„Vor dem Hintergrund der guten Qualität des gezeichneten Geschäfts sehen wir auch im laufenden Jahr möglichen Spielraum, unsere finanzielle Widerstandskraft weiter zu stärken, wenn es zu keinen Verwerfungen am Kapitalmarkt oder zu besonderen Großschäden kommt”, sagt Konzern-Finanzvorstand Christian Hermelingmeier am Montag.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Hannover Rück einen erwarteten Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Milliarden Euro. In der Schaden-Rückversicherung wird währungskursbereinigtes Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt, in der Personen-Rückversicherung ein Serviceergebnis von rund 925 Millionen Euro. Die Kapitalanlagerendite soll rund 3,5 Prozent erreichen. Zur Dividendenpolitik bekräftigt das Unternehmen eine Ausschüttungsquote von rund 55 Prozent des IFRS-Nettokonzerngewinns bei mindestens stabiler Dividende je Hannover Rück Aktie.
Die Hannover Rück Aktie notiert bei 241,20 Euro mit 1,95 Prozent im Minus.
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