thyssenkrupp nucera mit Auftragssprung, aber tiefem EBIT-Verlust
Beim Auftragseingang übertraf ThyssenKrupp nucera vorläufigen Zahlen zufolge im zweiten Quartal 2025/2026 sowohl Vorjahr als auch eigene Erwartungen. Ausschlaggebend war ein 300-Megawatt-Wasserstoffprojekt in Spanien, das nach Erfüllung erster Vertragsbedingungen früher als geplant verbucht werden konnte. Das Segment Grüner Wasserstoff kam damit auf 176 Millionen Euro, Chlor-Alkali auf 140 Millionen Euro – letzteres gestützt durch einen Großauftrag für eine Anlage im Nahen Osten aus dem Dezember 2025. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Konzernweit wuchs der Auftragsbestand zum 31. März 2026 auf rund 730 Millionen Euro, der Auftragseingang summiert sich auf 316 Millionen Euro.
Auf der Ergebnisseite ergibt sich ein gegensätzliches Bild. Technische Nachbesserungen an ausgelieferten Anlagen und die Auflösung eines US-Pilotprojekts schlugen im Segment Grüner Wasserstoff mit insgesamt rund 50 Millionen Euro zu Buche – mehr als erwartet. Der Segmentumsatz rutschte dadurch auf minus 33 Millionen Euro, der Konzernumsatz im abgelaufenen Quartal auf 50 Millionen Euro, nach 216 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Konzern-EBIT fiel von minus 4 Millionen Euro auf minus 65 Millionen Euro. Das Chlor-Alkali-Segment hielt sich mit 13 Millionen Euro EBIT nahezu stabil.
Die im März 2026 bereits gesenkte Jahresprognose sieht thyssenkrupp nucera durch die vorläufigen Halbjahreszahlen nicht gefährdet. Der vollständige Halbjahresbericht erscheint am 12. Mai 2026.


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