Frost, Regen, Bauflaute – Sto startet schwach ins Jahr
Januar und Februar setzten dem Sto-Konzern zu: Schnee und Regen schränkten Baustellenarbeiten im Außenbereich stark ein, besonders im umsatzstärksten Produktbereich Fassade. Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal 2026 um 1,9 Prozent auf 318,5 Millionen Euro, nach 324,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Währungseffekte – hauptsächlich aus der Kursentwicklung des US-Dollar mit minus 3,0 Millionen Euro – betrug der organische Rückgang 1,0 Prozent. Im März waren die Bedingungen Unternehmensangaben vom Freitag zufolge überwiegend günstig, im April lag der Umsatz nach Unternehmensangaben über Vorjahr und über den Erwartungen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Regional verlief die Entwicklung uneinheitlich: Westeuropa gab leicht um 0,6 Prozent auf 247,0 Millionen Euro nach, wobei Großprojektverschiebungen in Frankreich Zuwächse in Spanien und Österreich überlagerten. Nord- und Osteuropa wuchs um 2,4 Prozent auf 29,3 Millionen Euro, gestützt von Osteuropa. Das Segment Amerika/Asien/Pazifik verzeichnete den stärksten Rückgang mit minus 11,5 Prozent auf 42,2 Millionen Euro, überwiegend währungsbedingt. In China blieb die Nachfrage weiter schwach.
Der saisonübliche Fehlbetrag fiel laut Sto gegenüber dem Vorjahr größer aus – neben dem geringeren Umsatzvolumen belasteten Tariferhöhungen, während im Vorjahr noch Kurzarbeit durchgeführt worden war.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Sto einen Konzernumsatz von 1,62 Milliarden Euro sowie ein EBIT zwischen 56 und 76 Millionen Euro und ein EBT zwischen 55 und 75 Millionen Euro. Die Umsatzrendite wird in einer Spanne von 3,3 bis 4,7 Prozent erwartet, der ROCE zwischen 7,4 und 10,2 Prozent. Das Unternehmen verweist auf zunehmende Beschaffungspreisrisiken durch den Krieg zwischen Iran, Israel und den USA, deren konkretes Ausmaß sich derzeit nicht verlässlich beziffern lasse.
Die Sto VZ. Aktie notiert bei 100,00 Euro mit 0,3 Prozent im Minus.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Sto VZ.

