Commerzbank hebt Gewinnziel an – „wachsen stärker als geplant”
Mit 1,358 Milliarden Euro operativem Ergebnis hat die Commerzbank im ersten Quartal 2026 den besten Quartalswert ihrer Geschichte erzielt – ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis des Übernahmekandidaten - die Unicredit verfolgt die Pläne weiter - stieg um 9 Prozent auf 913 Millionen Euro, den höchsten Wert seit dem ersten Quartal 2011. Die Erträge wuchsen um 5 Prozent auf 3,219 Milliarden Euro, getragen vom Provisionsüberschuss, der um 9 Prozent auf ein Allzeithoch von 1,102 Milliarden Euro zulegte. Der Zinsüberschuss hielt sich trotz gesunkener Leitzinsen mit 2,047 Milliarden Euro nahezu stabil. Die Gesamtkosten bei der Commerzbank blieben mit 1,719 Milliarden Euro weitgehend unverändert, die Cost-Income-Ratio des DAX-Konzerns verbesserte sich auf 53 Prozent. Die Nettoeigenkapitalrendite stieg auf 12,7 Prozent, die CET-1-Quote lag zum 31. März 2026 bei 14,5 Prozent nach 15,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Wir sind mit Ergebnissen auf Rekordniveau ins Jahr gestartet. Das beweist: Unsere Strategie funktioniert - und hat mehr Potenzial als ursprünglich geplant. Wir wachsen stärker als geplant, und unsere neuen Ziele bis 2030 spiegeln das wider - ehrgeizig und gleichzeitig verlässlich in der Umsetzung. Daran muss sich jede Alternative messen lassen”, so Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank.
Auf Basis des starken Jahresauftakts hebt die Commerzbank das Nettoergebnisziel für 2026 auf mindestens 3,4 Milliarden Euro an, nach zuvor mehr als 3,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig verlängert sie ihren Strategiehorizont mit „Momentum 2030”: Bis 2028 wird nun eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 17 Prozent angestrebt, nach zuvor 15 Prozent, bis 2030 soll sie auf rund 21 Prozent steigen. Das Nettoergebnis soll bis 2028 auf 4,6 Milliarden Euro und bis 2030 auf 5,9 Milliarden Euro wachsen, die Erträge auf 15,0 beziehungsweise 16,8 Milliarden Euro. Die Cost-Income-Ratio soll bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Begleitet wird der dies von kumulierten KI-Investitionen von rund 600 Millionen Euro bis 2030, aus denen die Bank ab 2030 einen jährlichen Wertbeitrag von rund 500 Millionen Euro erwartet. Konzernweit sollen im Zuge der Transformation weitere rund 3.000 Stellen brutto abgebaut werden.
Zur laufenden Übernahmeofferte der UniCredit äußert sich die Commerzbank knapp: Die begründete Stellungnahme samt Empfehlung an die Aktionäre soll nach abgeschlossener Prüfung der Angebotsunterlage zeitnah veröffentlicht werden. Den kommunizierten Plan der UniCredit bezeichnet die Bank als vage und mit erheblichen Umsetzungsrisiken behaftet. Die Commerzbank bekräftigt, gesprächsbereit zu bleiben – jedoch nur unter der Bedingung, dass UniCredit eine attraktive Prämie anbietet und wesentliche Säulen des Commerzbank-Geschäftsmodells berücksichtigt.
Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Bank zudem eine Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie, über die die Hauptversammlung am 20. Mai 2026 entscheidet, zuzüglich abgeschlossener Aktienrückkäufe von rund 1,5 Milliarden Euro.
Die Commerzbank Aktie notiert bei 36,57 Euro mit 0,38 Prozent im Plus.


