Kontron: Keine attraktive Option
Bei Kontron kann der Ankeraktionär Ennoconn die Schwelle von 30 Prozent überschreiten. Damit müsste man ein Pflichtübernahmeangebot gegenüber allen anderen Aktionären abgeben. Dieses soll bei 23,50 Euro liegen. Aus Sicht der Analysten der DZ Bank ist die Aktie jedoch deutlich mehr wert. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Sie sehen die Offerte weniger als aggressiven Übernahmeversuch an, vielmehr wirkt es eher wie ein technisch motiviertes Pflichtangebot. Kontron-CEO Niederhauser hat bereits angedeutet, seine Papiere zu diesem Preis nicht zu verkaufen. Der mögliche Übernahmepreis stellt eher die Untergrenze für den Kurs dar. Eine attraktive Ausstiegsmöglichkeit ergibt sich damit, so die Analysten nicht.
Die Analysten bleiben bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktien von Kontron. Das Kursziel sehen sie unverändert bei 31,00 Euro.
Mit den jüngsten Zahlen hat Kontron die Prognose bestätigt. Dies ist aber im Umfeld der möglichen Offerte etwas untergegangen. Kontron rechnet 2026 mit einem bereinigten EBITDA von 225 Millionen Euro. Organisch soll der Umsatz um rund 8 Prozent ansteigen. Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage verzichtet man aktuell auf Übernahmen. Kurzfristig dürfte es demnach keine Akquisitionen geben.
Die Analysten prognostizieren für 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,97 Euro (alt: 2,03 Euro). 2027 soll es ein Plus von 2,20 Euro (alt: 2,31 Euro) je Aktie geben.
Die Aktien von Kontron geben 1,3 Prozent auf 22,66 Euro nach. In den vergangenen vier Wochen schafft die Aktie ein Plus von 14 Prozent.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Kontron.

