Rheinmetall-Aktie: Nicht jeder sieht weiteres Kurspotenzial
Der Umsatz von Rheinmetall im ersten Quartal 2026 gilt als Enttäuschung. Gemeldet werden 1,938 Milliarden Euro, der Konsens stand bei 2,27 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis von 224 Millionen Euro verfehlt die Erwartungen um 14 Prozent. Trotzdem legte die Aktie von Rheinmetall nach den Zahlen um 4 Prozent zu. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Wichtig wird nun, dass das zweite Quartal nicht ebenfalls enttäuscht. Sonst ist auch die Jahresprognose in Gefahr. Hier rechnet Rheinmetall weiter mit einem Jahresumsatz von 14,0 Milliarden Euro bis 14,5 Milliarden Euro.
Die Analysten von mwb research werten diesen Ausblick als realistisch. Sie sehen den Umsatz 2026 bei 14,07 Milliarden Euro (alt: 13,01 Milliarden Euro). Dabei wird in ihrem Modell erstmals die Akquisition von Naval Vessels Lürssen (NVL) berücksichtigt, die rund 1,3 Milliarden Euro zum Jahresumsatz beitragen dürfte. Es soll einen Gewinn je Aktie von 34,31 Euro (alt: 33,88 Euro) geben. Die Gewinnschätzung je Aktie für 2027 steigt von 49,30 Euro auf 50,39 Euro an.
Aktuell kommt Rheinmetall auf einen Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro. Dieser kann bis zum Jahresende auf rund 135 Milliarden Euro ansteigen.
Wie bisher sprechen die Analysten eine Halteempfehlung für die Aktien von Rheinmetall aus. Das Kursziel steht unverändert bei 1.450,00 Euro.
Die Analysten von J.P. Morgan sehen ein deutlich höheres Kursziel für die Defence-Aktie. In ihrem Modell liegt das Kursziel bei 2.130,00 Euro. Das Rating für den Titel lautet „overweight“. Die Auftragslage wird als gut beschrieben. Gleichzeitig erscheint das Risiko bei Rheinmetall höher als bei anderen Aktien in diesem Bereich.
Die Aktien von Rheinmetall geben 1,5 Prozent auf 1.419,60 Euro nach. In den vergangenen sechs Monaten hat die Aktie 19 Prozent verloren.


