EPH Group: Frisches Geld für neue Projekte
Zum Portfolio der EPH Group gehören inzwischen neun Liegenschaften. Sieben befinden sich in verschiedenen Regionen Österreichs (u.a. in Tirol, Kärnten und Vorarlberg), zwei liegen in Bayern. Die Areale haben eine Grundstücksfläche von insgesamt 225.000 Quadratmetern. Dort sollen einmal Ressorts und Luxushotels mit 2.400 Betten stehen.
Doch der Bau dieser Feriendomizile wird nicht von der EPH Group erfolgen. Die Gesellschaft ist ein reiner Entwickler, man kümmert sich um alle Formalien und verkauft das fertige Projektpaket mit allen Genehmigungen, bevor es in den Bau geht. Somit gibt es kein Bau-Kostenrisiko für die EPH Group. Auch die Auswahl des Betreibers wird vor der Veräußerung von EPH übernommen. Dabei stehen so renommierte Namen wie Marriott, Steigenberger, Falkensteiner, Hilton oder Hyatt auf der Liste der möglichen Kandidaten.
Die Strategie von EPH vermeidet eine hohe Kapitalintensität. Eine Vielzahl von Projekten kann gleichzeitig umgesetzt werden. Ein weiterer Vorteil für EPH: Die Projekte werden oft zumindest zum Teil mit eigenen Aktien bezahlt. Das macht IR-Chef Manuel Taverne auf der Münchner Kapitalmarkt Konferenz (MKK) von GBC deutlich. Taverne berichtet während seiner Präsentation auch davon, dass man noch eine Reihe von Projekten in der Pipeline habe. Bei den aktuell neun Projekten dürfte es somit nicht lange bleiben.
Luxusurlaub bleibt sehr attraktiv
Laut seiner Aussage bleibt der hochpreisige Tourismusmarkt, in dem sich EPH bewegt, in der aktuellen Krise attraktiv. Die Nachfrage ist hoch. Im Segment Luxusreisen wurden 2025 in Europa 538 Milliarden Dollar umgesetzt, das jährliche Wachstum liege bei 8 Prozent. In Österreich wurden in diesem Segment zuletzt 9,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet, die Summe soll bis 2033 auf 17,9 Milliarden Dollar ansteigen. Genau hier setzt EPH an, hier positioniert man sich mit den eigenen Projekten.
Die Aktien der EPH Group sind seit Oktober 2025 an der Börse Stuttgart notiert. Der erste Kurs lag bei 78 Euro. Seit Ende April ist das Papier zudem im Primärmarkt der Börse Düsseldorf beheimatet. Taverne macht in München klar, dass dies nicht der letzte Schritt in der Börsenhistorie gewesen ist.
In wenigen Wochen startet bei EPH eine Kapitalerhöhung. Fast 143.000 Aktien werden zunächst den Altaktionären zu je 72 Euro angeboten. Für sieben alte Papiere kann man eine neue Aktie erwerben. Bei einer vollständigen Zeichnung kommen brutto 10,3 Millionen Euro in die Kasse. Die Zeichnungsfrist läuft vermutlich vom 21. Mai bis zum 26. Juni. Das frische Geld soll für neue Projekte genutzt werden.
Ende April notierte die EPH-Aktie in Stuttgart bei 84,00 Euro. Inzwischen liegt der Kurs bei 72,00 Euro und damit auf Höhe des Bezugspreises. Die Analysten von NuWays sehen das Kursziel bei 102,00 Euro. Sie sprechen eine Kaufempfehlung für den Titel aus.
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