Stabilus bestätigt Prognose: Autogeschäft und Dollar belasten Umsatz
Rückläufige Zahlen prägten das zweite Quartal des Stabilus-Geschäftsjahres 2026: Der Umsatz fiel auf 304,9 Millionen Euro, nach 338,0 Millionen Euro im Vorjahr, ein Rückgang von 9,8 Prozent. Davon entfiel gut ein Drittel auf Währungseffekte, vor allem den schwachen US-Dollar und chinesischen Yuan, der organische Rückgang lag bei 6,6 Prozent. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die bereinigte EBIT-Marge exakt auf Vorjahresniveau bei 11,2 Prozent zu halten, indem F&E-, Vertriebs- und Verwaltungskosten um 7,6 Millionen Euro gesenkt wurden. Das bereinigte EBIT lag bei 34,1 Millionen Euro, nach 37,7 Millionen Euro. Der bereinigte Free Cashflow brach auf 4,1 Millionen Euro ein, nach 18,1 Millionen Euro, bedingt durch einen Forderungsaufbau infolge starker Umsatzdynamik im März.
Regional verlief das Quartal den Angaben von Stabilus vom Montag zufolge sehr unterschiedlich. EMEA hielt den Umsatz mit 143,3 Millionen Euro nahezu stabil und steigerte die Marge leicht auf 11,2 Prozent. Americas litt unter dem schwachen Dollar, der Umsatz fiel auf 113 Millionen Euro, die Marge auf 8,8 Prozent. Am stärksten traf es die Region APAC, wo der Umsatz um 26,6 Prozent auf 48,6 Millionen Euro einbrach. Kostensenkungen hoben die Marge dort aber auf 16,7 Prozent, nach 12,2 Prozent. Im Industriebereich zeigte sich das Geschäft mit einem organischen Plus von 2 Prozent deutlich stabiler als Automotive mit minus 14 Prozent.
Chin-Standort soll Effizienz steigern
Das Transformationsprogramm kommt laut Unternehmen planmäßig voran: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres wurden 14,3 Millionen Euro eingespart, für 2027 werden rund 19 Millionen Euro und ab 2028 jährlich rund 32 Millionen Euro erwartet. „Einen wichtigen Beitrag dazu wird künftig auch die Bündelung unserer Produktion leisten - etwa am kürzlich eröffneten Standort in Suzhou in China, an dem wir mehrere Marken unter einem Dach zusammenführen und künftig zusätzliche Effizienzgewinne sowie operative Synergien realisieren werden”, so Michael Büchsner, CEO von Stabilus.
Die Jahresprognose bleibt unverändert: Umsatz zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge von 10 bis 12 Prozent und bereinigter Free Cashflow von 80 bis 110 Millionen Euro.
Die Stabilus Aktie notiert bei 17,02 Euro mit 1,16 Prozent im Minus.

