Gepvolt: IPO-Pläne im Batteriespeicher-Bereich
Seit 2024 ist Gepvolt aus Hilden nahe Düsseldorf eine SE. Dies deutet an, dass man gewisse Pläne hat. Horst Friedrich, Beirat von Gepvolt, legt diese auf dem Impact Investment Day der Small & Mid Cap Investmentbank in Bonn offen. Ende 2027 oder Anfang 2028 will Gepvolt an die Börse gehen. Die bisher in privaten Händen befindliche Gesellschaft will damit Kapital einsammeln, um weiter zu wachsen.
Gepvolt entwickelt, realisiert und betreibt Großbatteriespeicher. Nur die Zellen dieser Speicher kommen aus China, alles andere wird in Deutschland entwickelt und gebaut. In Schneeberg sowie in Spremberg sind aktuell Projekte im Bau. Weitere Projekte, die über Deutschland verteilt sind, befinden sich in der Baurechtsentwicklung. Insgesamt umfasst die Projektpipeline 1,6 GWh.
Die Pläne von Gepvolt basieren auf verschiedenen Säulen. Man errichtet klassische Batteriespeicher, ist aber auch im Bereich der Batteriespeicher bei Photovoltaik- und Windanlagen aktiv. Industriespeicher gehören ebenfalls zum Portfolio von Gepvolt.
Von der KFZ-Werkstattkette ATU hat Gepvolt jüngst einen Großauftrag erhalten. Gepvolt soll an verschiedenen Standorten Batteriespeicher in Kombination mit Ladesäulen errichten. Zunächst sollen 20 ATU-Standorte mit diesem System ausgerüstet werden. Läuft alles gut, kann die Zahl auf 280 erweitert werden. Finanzielle Details sind derzeit nicht bekannt.
Die Firma aus Hilden setzt aber auch noch auf ein anderes Standbein. Man arbeitet am Recycling von Speicheranlagen. Hier ist Gepvolt jedoch noch in einer frühen Phase der Arbeiten.
Schon jetzt ist das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen an der Börse vertreten, obwohl ein IPO erst in Planung ist. Im vergangenen Jahr hat Gepvolt eine Anleihe begeben, die ein Maximalvolumen von 20 Millionen Euro hat. Das Papier läuft bis 2033 und wird jährlich mit 8,0 Prozent verzinst.

