Baader Bank: Volatilität stützt Ergebnis, Krypto-Handelsvolume bricht ein
Hohe Marktvolatilität infolge des Nahostkonflikts hat dem Handelsgeschäft der Baader Bank im ersten Quartal 2026 Rückenwind gegeben: Das Ergebnis aus Handelsgeschäft stieg auf 34,8 Millionen Euro, nach 33,3 Millionen Euro im Vorjahr. Dagegen sanken das Zinsergebnis auf 8,5 Millionen Euro, nach 11,4 Millionen Euro, sowie das Provisionsergebnis auf 29,2 Millionen Euro, nach 33,1 Millionen Euro. Unter dem Strich standen Gesamterträge von 76,4 Millionen Euro, nach 82,3 Millionen Euro, und ein Vorsteuerergebnis von 17,9 Millionen Euro, nach 20,8 Millionen Euro.
Auch unter dem Strich ging der Gewinn zurück: Das Konzernergebnis lag bei 12,5 Millionen Euro, nach 13,0 Millionen Euro, das Ergebnis je Baader Bank Aktie bei 0,26 Euro gegenüber 0,27 Euro im Vorjahresquartal. Die Eigenkapitalrendite sank auf 21,4 Prozent, nach 27,5 Prozent.
Auf der Kostenseite gelang dem Münchener Finanzkonzern eine Entlastung: Die Gesamtaufwendungen fielen um 5 Prozent auf 58,4 Millionen Euro, vor allem weil der Vorsorgeaufwand von 7,0 auf 2,8 Millionen Euro zurückging. Das betreute Kundenvolumen im B2B2C-Kooperationsgeschäft wuchs im Quartal um 7,5 Milliarden Euro auf 40,7 Milliarden Euro, die Zahl der B2B2C-Kunden stieg um rund 100.000, die der Depots um mehr als 120.000. Das Krypto-Handelsvolumen im B2B2C-Geschäft fiel hingegen um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Im Kapitalmarktgeschäft begleitete die Baader Bank im ersten Quartal drei Transaktionen, darunter die Börsengänge von ASTA Energy Solutions mit einem Volumen von 190 Millionen Euro sowie der Czechoslovak Group mit 2,8 Milliarden Euro als eines der größten IPOs des Jahres in Europa. Die Bilanzsumme stieg auf 3,7 Milliarden Euro, das Eigenkapital auf 245,4 Millionen Euro, die Gesamtkapitalquote lag bei 21,4 Prozent.
Die Baader Bank Aktie notiert bei 6,82 Euro unverändert zum Vortags-Schlusskurs.

