elumeo legt Zahlen vor: Restrukturierung „ist abgeschlossen”
Die elumeo SE hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 39,4 Millionen Euro erzielt, nach 43,4 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang von 9,1 Prozent fiel damit geringer aus als die zu Beginn der Restrukturierung im April 2025 kommunizierte Erwartung von minus 10 bis 15 Prozent. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf minus 0,5 Millionen Euro, nach minus 1,0 Millionen Euro. In den neun Monaten nach Abschluss der Restrukturierung ab Q2 2025 war der Konzern operativ profitabel. Die Gesamtkosten sanken um 11,4 Prozent auf 23,7 Millionen Euro, gegenüber 2023 entspricht das einem Rückgang von 20,8 Prozent. Die Rohertragsmarge blieb trotz gestiegener Gold- und Silberpreise mit 47,0 Prozent stabil, nach 47,1 Prozent im Vorjahr.
Wachstum verzeichneten der Webshop mit plus 3,4 Prozent auf 14,9 Millionen Euro sowie die internationale Expansion in Spanien und Italien, wo der Umsatz um 143 Prozent auf 1,0 Millionen Euro stieg. Der Einsatz von KI in der Produktion erhöhte den Umsatz pro Mitarbeiter um 32,6 Prozent auf 346.000 Euro, der durchschnittliche Umsatz pro Schmuckstück stieg durch die neue Preisstrategie um 23 Prozent auf 92 Euro. Die Kundenzahl sank planmäßig um 24,4 Prozent auf 61.559, da das Angebot unter 50 Euro durch elumeo gezielt reduziert wurde.
„Unser Restrukturierungsprogramm ist abgeschlossen”, sagt Florian Spatz, Chief Executive Officer der elumeo SE (WKN: A11Q05, ISIN: DE000A11Q059, Chart, News). „Alle wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens wie Umsatz, Marge und bereinigtes Ergebnis erreichten den im Frühjahr 2025 definierten Zielkorridor. Damit sind wir gut gerüstet, das Unternehmen auch bei weiteren Marktunsicherheiten durch mögliche neue Turbulenzen zu führen”, so der Manager.
Klage gegen Vodafone wird geprüft
Für 2026 erwartet elumeo eine Umsatzveränderung zwischen minus 7 und plus 10 Prozent sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen minus 0,5 und plus 1,5 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 47 bis 49 Prozent. Man wolle die operative Performance weiter steigern und im Kerngeschäft bis zum Jahr 2033 auf einen Umsatz von 100 Millionen Euro kommen,
Parallel prüft die Tochter Juwelo eine Klage gegen Vodafone wegen nach Unternehmensangaben rechtswidrig überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013, nachdem ein Gütestellenantrag von Vodafone abgelehnt wurde. Der potenzielle Schadensersatzanspruch wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag beziffert.
Die elumeo Aktie notiert bei 1,95 Euro mit 6,56 Prozent im Plus.


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