KAP: Hohe Abschreibungen reißen Ergebnis tief ins Minus
Die KAP AG hat im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse von 241,4 Millionen Euro erzielt, nach 252,5 Millionen Euro im Vorjahr, ein Rückgang von 4,4 Prozent. Das normalisierte EBITDA sank auf 20,9 Millionen Euro, nach 21,9 Millionen Euro, die Marge blieb mit 8,7 Prozent konstant. Während das Segment flexible films mit einem Umsatzplus von 4,8 Prozent auf 85,4 Millionen Euro und einem EBITDA-Anstieg von 22,4 Prozent auf 14,2 Millionen Euro positiv abschnitt, belasteten die Segmente engineered products und surface technologies das Gesamtergebnis erheblich. Im Rahmen von Impairmenttests wurden Wertminderungen von insgesamt 50,9 Millionen Euro vorgenommen, davon 44,2 Millionen Euro allein in surface technologies. Das Konzernjahresergebnis fiel dadurch auf minus 67,5 Millionen Euro, nach minus 45,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sank von 46,1 auf 23,9 Prozent, eine Dividende wird nicht ausgeschüttet.
KAP hat den bestehenden Konsortialkredit über 96 Millionen Euro mit dreijähriger Laufzeit erfolgreich refinanziert und damit den finanziellen Handlungsspielraum für den laufenden Restrukturierungsprozess gesichert. Ein IDW-S6-Gutachten bestätigt die eingeleiteten Maßnahmen zur operativen und strategischen Neuausrichtung.
„Unser Fokus liegt 2026 klar darauf, Strukturen anzupassen, die Kostenbasis und die operative Entwicklung in den betroffenen Segmenten engineered products und surface technologies nachhaltig zu verbessern”, so Marten Julius, Sprecher des Vorstands der KAP AG. Für 2026 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz zwischen 230 und 250 Millionen Euro sowie ein normalisiertes EBITDA zwischen 19 und 23 Millionen Euro.
Die KAP AG Aktie notiert bei 1,975 Euro mit 2,23 Prozent im Minus.

