MS Industrie: USA-Anlauf kostet, Kerngeschäft dreht ins Plus
Die MS Industrie AG hat im Geschäftsjahr 2025 auf vergleichbarer Basis der fortgeführten Geschäftsbereiche einen Konzernumsatz von 144,6 Millionen Euro erzielt, ein Plus von rund 3 Prozent. Auf berichteter Basis sank der Umsatz von 171,2 Millionen Euro im Vorjahr, da der Geschäftsbereich Ultraschalltechnik zur Jahresmitte 2024 veräußert worden war. Das Konzernjahresergebnis verschlechterte sich auf minus 5,3 Millionen Euro, nach minus 3,9 Millionen Euro im Vorjahr. Belastend wirkten Anlaufkosten des US-Werks in Charlotte von rund 1,7 Millionen Euro, Netto-Wechselkursverluste von rund 1,1 Millionen Euro sowie Abwertungen bei Minderheitsbeteiligungen von rund 1,3 Millionen Euro, insgesamt negative Sondereffekte von rund 4,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der MS Industrie AG lag zum Jahresende bei 40,8 Prozent, nach 44,0 Prozent im Vorjahr.
Operativ verbesserte sich das fortgeführte Kerngeschäft: Das bereinigte EBITDA stieg auf 6,8 Millionen Euro, nach 4,0 Millionen Euro im Vorjahr, das bereinigte EBIT drehte auf plus 0,7 Millionen Euro, nach minus 2,4 Millionen Euro. Der Produktionsstandort Charlotte/USA hat die Serienproduktion im Januar 2026 aufgenommen, der Break-even für den Standort wird laut MS Industrie (WKN: 585518, ISIN: DE0005855183, Chart, News) bis Ende 2026 erwartet. Der Auftragsbestand bei MS XTEC für die jeweils folgenden sechs Monate ist seit dem 31. Dezember 2025 um 2,5 Prozent auf rund 80 Millionen Euro gestiegen.
Für 2026 erwartet MS Industrie einen Konzernumsatz von rund 155 Millionen Euro sowie einen deutlichen Anstieg von EBITDA und EBIT. Das Konzernjahresergebnis soll in den positiven Bereich zurückkehren und sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern.
Die MS Industrie Aktie notiert bei 1,23 Euro.

