Northern Data aktiviert Zinsen für Gesellschafterdarlehen und sucht zusätzliche Liquidität
Northern Data hat für das erste Quartal 2026 einen vorläufigen Umsatz zwischen 40 bis 42 Millionen Euro gemeldet, nach 40,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Northern Data einen Umsatz zwischen 130 und 150 Millionen Euro an. Der Kassenbestand lag zum 31. März 2026 unverändert bei rund 58 Millionen Euro, für das Quartal wird ein positiver operativer Cashflow in nicht näher bezifferter Höhe erwartet.
Das bereinigte EBITDA des Quartals erwartet Northern Data zwischen 10 und 15 Millionen Euro. In dem Zusammenhang auffällig: „Im ersten Quartal 2026 aktivierte die Gruppe Zinsen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterdarlehen in Höhe von rund EUR 8 Mio”, so das Unternehmen zu einem das Ergebnis erhöhenden Effekt im ersten Quartal.
Gleichzeitig kündigt die Gesellschaft „Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Liquiditätsposition” an. Northern Data plant den Verkauf von Vermögenswerten und sucht nach Möglichkeiten, „mit Strom versorgte Rechenzentrumsstandorte zu monetarisieren”. „Darüber hinaus behält die Gruppe bestimmte wirtschaftliche Rechte in Bezug auf den Betrieb und einen möglichen Verkauf ihres früheren Standorts in Corpus Christi, Texas, für die Dauer der fünfjährigen Earn-out-Periode”, so Northern Data am Donnerstag.
Die Northern Data Aktie notiert bei 8,475 Euro mit 0,24 Prozent im Minus. Von früheren Höchstkursen jenseits der 100-Euro-Marke ist der Titel weit entfernt.
