Commerzbank weist UniCredit-Übernahmeofferte zurück
Die Commerzbank hat sich nach mehreren Gesprächsrunden mit UniCredit weiterhin gegen eine Übernahme positioniert. Kern der Ablehnung: Die von UniCredit mündlich skizzierten Transaktionseckpfeiler würden aus Sicht des Commerzbank-Vorstands keinen ausreichenden Mehrwert für die eigenen Aktionäre gegenüber der bestehenden Standalone-Strategie erzeugen. Zudem habe UniCredit in den Gesprächen wiederholt bestätigt, derzeit keine Möglichkeit zu sehen, eine marktübliche Übernahmeprämie über das am 16. März 2026 angekündigte öffentliche Angebot hinaus zu bieten.
Darüber hinaus widerspricht die Commerzbank der von UniCredit in deren Veröffentlichungen vom 3. April 2026 aufgestellten Behauptung, die Frankfurter Bank verweigere einen konstruktiven Austausch. In den vergangenen 18 Monaten habe UniCredit als Aktionärin zwar regelmäßigen Kontakt gehalten, dabei jedoch weder konkrete Anfragen zum Geschäftsmodell noch mögliche Synergien oder Transaktionsparameter eingebracht. Das Vorgehen von UniCredit - wiederholt ohne vorherige Abstimmung mit der Commerzbank - erschwere den Aufbau des für eine Transaktion erforderlichen gegenseitigen Vertrauens, so das Unternehmen.
Unabhängig davon will die Commerzbank an ihrer eigenständigen Wachstumsstrategie festhalten. Mit den Quartalszahlen am 8. Mai 2026 sollen die bereits im Februar in Aussicht gestellte Anhebung der Finanzziele sowie weitere Details zum Strategie-Update veröffentlicht werden. Das Unternehmen sieht dabei nach eigenen Angaben zusätzliche Potenziale über die ursprünglich für 2028 definierten Ziele hinaus. Für Gespräche über konkrete Mehrwerte für Aktionäre und Stakeholder bleibe man grundsätzlich offen, so das DAX-notierte Kreditinstitut.
Die Commerzbank Aktie notiert bei 31,44 Euro mit 0,25 Prozent im Minus.
