Pyramid: Analysten in Sorge – Kaufrating wird zurückgezogen
Bei Pyramid steht eine Kapitalerhöhung an. Altaktionäre können im Verhältnis 1:1 neue Papiere ordern. Bis zu 5,77 Millionen neue Aktien sollen zu je 1,38 Euro ausgegeben werden. So kommen brutto rund 8 Millionen Euro in die Kasse von Pyramid, wenn die Finanzierungsrunde vollständig gezeichnet wird. Der Bezugspreis bei der Kapitalerhöhung von 1,38 Euro ergibt einen Abschlag von rund 50 Prozent zum Kurs vor der Verkündung der Kapitalmaßnahme.
Zuvor hatte es schon eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 4:1 gegeben. Diese wird von den Analysten von mwb research als rein kosmetisch angesehen. Ohne diese hätte man jedoch keine Kapitalerhöhung durchführen können.
Die Unternehmensführung begründet die Kapitalerhöhung mit dem geplanten Wachstum. Dieses soll damit finanziert werden. Die Analysten sind sich nicht sicher, ob dies der einzige Grund ist. Bei einer Verschuldung von 12 Millionen Euro Ende Juni 2025 könnte auch die Bilanz stabilisiert werden. Der „going concern“ Status, also das Fortführungsprinzip, werde so abgesichert.
Institutionelle Investoren könnten eine Kapitalerhöhung mit einem so hohen Abschlag auch als Signal sehen, dass es wenig andere finanzielle Optionen geben könnte. Den Analysten bereitet die Kombination aus der hohen Verwässerung und der weiterhin hohen Verschuldung gewisse Sorgen.
Heute hat Pyramid zudem Quartalszahlen publiziert. Der Auftragseingang steigt von 15,7 Millionen Euro auf 26,9 Millionen Euro an. Neue Kunden haben für das Wachstum gesorgt.
Bisher haben die Experten eine Kaufempfehlung für die Papiere von Pyramid ausgesprochen. Aktuell setzen die Analysten den Wert „unter Beobachtung“. Damit wird auch kein Kursziel ausgegeben. Dieses lag zuvor bei 5,40 Euro.
Der Kurs dürfte aus Sicht der Analysten zunächst unter Druck bleiben. Erst muss klar sein, wie hoch die Beteiligung der aktuellen Aktionäre ist. Die Zeichnungsfrist für die Kapitalerhöhung läuft vom 8. April bis zum 21. April.
Die Aktien von Pyramid (WKN: A41YDL, ISIN: DE000A41YDL0, Chart, News) gewinnen 4,4 Prozent auf 1,58 Euro. In den vergangenen sieben Tagen hat die Aktie rund 44 Prozent verloren.
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