Pyramid meldet Auftragsrekord im ersten Quartal 2026
Der Münchner IT-Hardwarespezialist Pyramid AG hat im ersten Quartal 2026 einen Auftragseingang von 26,9 Millionen Euro verbucht – neuer Rekordwert in der Unternehmensgeschichte und ein Zuwachs von über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal mit 15,7 Millionen Euro. Auch den bisherigen Bestwert aus dem dritten Quartal 2024 von 25,7 Millionen Euro wurde Unternehmensangaben vom Dienstag zufolge damit übertroffen.
Das Wachstum geht laut Pyramid maßgeblich „auf zahlreiche Neukundengewinne” zurück. Der im Oktober 2025 geschlossene mehrjährige Rahmenvertrag zur Lieferung von KI-Servern hat hingegen bislang kaum dazu beigetragen – wegen gestiegener Komponentenpreise, insbesondere bei KI-Grafikkarten, kam es nur zu vereinzelten Abrufen. Aus diesem Rahmenvertrag erwartet Pyramid bis 2028 noch ein offenes Auftragsvolumen von mindestens 100 Millionen Euro.
Parallel hat Pyramid die Reorganisation des Konzerns abgeschlossen: Der Verkauf der asiatischen Tochtergesellschaften der faytech AG im Wege eines Management-Buy-outs ist vollzogen. Das Unternehmen konzentriert sich künftig auf das europäische Server- und Storage-Geschäft sowie internationale Großkunden. Auch die Integration der 2025 übernommenen RNT Rausch GmbH hält sich nach eigenen Angaben an den geplanten Zeitrahmen, sodass die angestrebten Synergien laut Pyramid seit Anfang 2026 greifen.
Die Profitabilität des Kerngeschäfts bleibt laut Vorstand noch hinter den Zielvorstellungen zurück, was auf den Preisschock an den Beschaffungsmärkten zurückzuführen sei. Eine Verbesserung wird im weiteren Jahresverlauf erwartet, auch gestützt durch die laufende Bezugsrechts-Kapitalerhöhung mit einem möglichen Mittelzufluss von bis zu rund 8 Millionen Euro. Zudem notieren die Aktien seit Februar 2026 im Mittelstandssegment m:access der Börse München, die Einbeziehung im Scale-Segment Frankfurt endet zum 30. April 2026.
Die Pyramid Aktie notiert bei 1,67 Euro mit 4,25 Prozent im Plus.
