Mutares-Portfolio profitiert von Defense- und Energieboom – Exit-Pipeline wächst
Der Münchner Beteiligungskonzern Mutares sieht mehrere seiner Portfoliounternehmen in einem strukturellen Wachstumszyklus. Treiber sind nach Angaben der Gesellschaft vom Montag erhöhte Verteidigungsbudgets, die Energiewende sowie staatliche Infrastrukturprogramme in Europa.
CIO Johannes Laumann zeigte sich für die kommenden 12 bis 18 Monate „sehr zuversichtlich” in Bezug auf die M&A-Verkaufspipeline und stellte in Aussicht, die aktuelle Basisdividende von 2,00 Euro je Mutares Aktie sei „nur der Anfang”. „Wir profitieren von strukturellen Wachstumstreibern und einer außergewöhnlich hohen Marktdynamik”, so Laumann. Anspruch sei, „operative Wertschöpfung und attraktive Ausschüttungen nachhaltig miteinander zu verbinden”.
Konkret hervorgehoben werden vier Beteiligungen, darunter vor allem das portugiesische Energieinfrastruktur-Unternehmen Efacec, das vom Ausbau und der Modernisierung kritischer Energieinfrastruktur in Europa profitieren. Die Gesellschaft erzielte 2025 einen Auftragseingang von über 450 Millionen Euro, der Auftragsbestand liegt bei über 700 Millionen Euro. Für 2026 wird ein EBITDA von 40 bis 50 Millionen Euro erwartet, die EBITDA-Marge soll bis 2027 von 14 Prozent auf rund 20 Prozent steigen. Efacec gilt intern als Kandidat für einen der größten Exits in der Mutares-Geschichte.
NEM Energy vermeldete bereits in den ersten Monaten 2026 einen Auftragseingang von über 500 Millionen Euro. „Für das Jahr 2026 werden ein Auftragseingang weit über Plan sowie ein EBITDA im Rahmen der Zielsetzung bei knapp unter 10 Prozent erwartet”, so Mutares. Magirus baut mit der neuen Division Defense & Security ein zusätzliches Standbein auf und verfügt über einen Auftragsbestand von knapp 1 Milliarde Euro. Stahlbauspezialist Donges SteelTec erwartet erneut dreistellige Millionenumsätze bei einer EBITDA-Marge von rund 10 Prozent.
Parallel läuft ein Bond-Waiver-Prozess für zwei Mutares-Anleihen, bei dem auf das temporäre Testen eines Covenants verzichtet werden soll. Die Zustimmungsbereitschaft der Anleihegläubiger sei hoch, so Mutares, das Quorum werde vor Ablauf der Frist am 1. April 2026 erwartet.
Die Mutares Aktie notiert bei 28,10 Euro mit 5,86 Prozent im Minus.
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