UBM Development kehrt 2025 vor Steuern in die Gewinnzone zurück
Der österreichische Immobilienentwickler UBM Development hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn vor Steuern von 3,9 Millionen Euro abgeschlossen und damit die eigene Prognose übertroffen. 2024 fielen noch mehr als 23 Millionen Euro Vorsteuerverlust an. Unter dem Strich bleibt ein Minus von 2,3 Millionen Euro, ein Verlust deutlich kleiner als die fast 30 Millionen Euro Minus im Jahr zuvor. Der Umsatz des Unternehmens aus Wien stieg um 31,1 Prozent auf 139,2 Millionen Euro, getragen vom Einzelverkauf von 452 Wohnungen – ein Zuwachs von 12 Prozent gegenüber dem bereits starken Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 32,1 Prozent nach 29,1 Prozent im Jahr 2024 und liegt damit wieder innerhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 35 Prozent.
Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 117,7 Millionen Euro, die Nettoverschuldung sank leicht auf 527,6 Millionen Euro. Eine Dividende wird von UBM Development erneut nicht ausgeschüttet - dies werde „der Hauptversammlung als Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die Branchenentwicklung sowie aus Solidarität gegenüber allen anderen Stakeholdern der UBM vorgeschlagen”, so das Unternehmen am Freitag.
UBM vollzieht eine Neuausrichtung hin zu einer Zwei-Produkt-Strategie: Neben dem bisherigen Premium-Segment in urbaner Holz-Hybrid-Bauweise soll künftig das Segment „Bezahlbares Wohnen" an Gewicht gewinnen. Dafür werden im Rahmen eines Portfolio-Rebalancings Mittel freigesetzt und umgeschichtet. Mit rund 2.000 Wohneinheiten in der Pipeline in Österreich, Deutschland und Tschechien sieht sich das Unternehmen für diesen Schritt positioniert.
Für 2026 erwartet der Vorstand positive Effekte der Marktbereinigung und einen anhaltenden Nachfrageüberhang im Wohnungssegment, verzichtet angesichts makroökonomischer Unsicherheiten aber auf eine konkrete Ergebnisprognose.
