CSG steigert Umsatz und Gewinn – Munitionssparte aber unter Druck
Die Czechoslovak Group (CSG) hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz auf 6,7 Milliarden Euro gesteigert, ein Plus von 71,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf Pro-forma-Basis, also unter Berücksichtigung der Kinetic-Group-Akquisition für das gesamte Vorjahr, lag das Wachstum bei 30,1 Prozent. Das bereinigte operative EBIT stieg auf 1,6 Milliarden Euro, die Marge lag mit 24,1 Prozent im Rahmen der beim Börsengang kommunizierten Zielspanne. Der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 872 Millionen Euro, ein Anstieg von 35,5 Prozent.
Das Wachstum wurde nahezu vollständig vom Segment Defence Systems getragen, dessen Umsatz auf 5,3 Milliarden Euro kletterte, ein Plus von 55,3 Prozent. Treiber waren die anhaltend hohe Nachfrage nach mittelgroßem und großem Kaliber-Munition sowie Landsystemen, befeuert durch NATO-Programme und Lieferungen in den ukrainischen Markt, der 27 Prozent der Konzernerlöse ausmachte. Die Sparte Ammo+ hingegen enttäuschte auf Pro-forma-Basis mit einem Umsatzrückgang von 15,7 Prozent, bedingt durch nachlassende Nachfrage im kommerziellen Kleinkalibergeschäft in den USA sowie gestiegene Rohstoff- und Zollkosten.
Cashflow gesunken durch Lagerbestands-Aufbau
Der operative Cashflow fiel mit 61 Millionen Euro deutlich schwächer aus als im Vorjahr (771 Millionen Euro), da CSG früh im Jahr gezielt Lagerbestände für die Auftragsabwicklung aufgebaut hatte. Die Nettoverschuldung stieg auf 3,0 Milliarden Euro, das Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA lag bei 1,7x.
Für 2026 bestätigt CSG die beim Börsengang ausgegebene Prognose: Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro bei einer bereinigten operativen EBIT-Marge von rund 24 bis 25 Prozent. Die Investitionsquote soll auf rund 8,5 Prozent des Umsatzes steigen, das Nettoumlaufvermögen unter 20 Prozent sinken. Mittelfristig peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im mittleren Zehnprozentbereich pro Jahr an, bei einer Ausweitung der EBIT-Marge auf 26 bis 28 Prozent. Als Fundament dient laut CSG ein Auftragsbestand von 15 Milliarden Euro sowie eine Pipeline von 27 Milliarden Euro.
Die CSG Aktie notiert bei 26,77 Euro mit 7,24 Prozent im Minus.
