PNE AG: Rekord-Gesamtleistung, aber Gewinnrückgang
Die PNE AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer Gesamtleistung von 376,4 Millionen Euro abgeschlossen — dem höchsten Wert der Unternehmensgeschichte nach 342,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das bereinigte EBITDA lag bei 87 Millionen Euro und damit innerhalb der ursprünglichen Prognosespanne von 70 bis 110 Millionen Euro. Das ausgewiesene EBITDA fiel mit 55,3 Millionen Euro deutlich niedriger aus als im Vorjahr (69,0 Millionen Euro), blieb aber im Rahmen der im Januar 2026 angepassten Guidance von 45 bis 60 Millionen Euro.
Belastet wurde das Ergebnis durch zwei Sondereffekte: eine Wertberichtigung der internationalen Projektpipeline sowie ein historisch schwaches Windaufkommen im Jahr 2025. Das EBIT sank dadurch auf 12,9 Millionen Euro, nach 34,4 Millionen Euro im Vorjahr. Die Bereinigung der Pipeline betraf vor allem die Märkte Kanada, Spanien und Rumänien. Nach Abzug von Projekten mit geringer Realisierungswahrscheinlichkeit umfasst die verbleibende Pipeline noch rund 23,8 Gigawatt, gegenüber 27,9 Gigawatt im Vorjahr. Das Eigenbetriebsportfolio wuchs auf 497 Megawatt, das Betriebsmanagement-Volumen im Segment Services überstieg 3,1 Gigawatt.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,04 Euro je PNE Aktie vor.
Für 2026 erwartet das Unternehmen ein EBITDA zwischen 90 und 120 Millionen Euro sowie ein normalised EBITDA von 110 bis 140 Millionen Euro. Als neue zentrale Steuerungsgröße löst das normalised EBITDA künftig das bislang verwendete EBITDA ab. Parallel läuft das Effizienzprogramm „Focus & Deliver”, das Strukturen verschlanken und die Profitabilität stärken soll — einschließlich bereits umgesetzter Personalmaßnahmen.
Die PNE Aktie notiert bei 7,91 Euro mit 3,54 Prozent im Minus.
