LPKF Laser: LIDE-Technologie soll deutlich bessere Margen ermöglichen
Der Lasertechnikspezialist LPKF hat 2025 einen Umsatz von 115,3 Millionen Euro erzielt – ein Rückgang von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBIT verbesserte sich auf 0,8 Millionen Euro nach 0,1 Millionen Euro im Vorjahr und traf damit den unteren Rand der konzerneigenen Prognose. Unter anderem ausbleibende Solaraufträge sorgten für einen Auftragseingang von lediglich 91,6 Millionen Euro, der damit unter dem Vorjahreswert von 114,3 Millionen Euro lag. Der Auftragsbestand halbierte sich nahezu auf 27,1 Millionen Euro.
Neben fehlenden Solaraufträgen war die globale Investitionszurückhaltung im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik die wesentliche Ursache. Dagegen habe man im Wachstumsbereich „Advanced Packaging für Halbleiter” Fortschritte erzielt, sagt LPKF-CEO Klaus Fiedler am Donnerstag.
Konsortialvertrag mit den Banken bis 2028 verlängert
Für 2026 fällt die Prognose verhalten aus: LPKF erwartet einen Konzernumsatz von 105 bis 120 Millionen Euro und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent. Maßgeblich dafür ist ein deutlich geringeres Solargeschäft. Mögliche Volumenaufträge aus dem Bereich Advanced Packaging sind in der Prognose nicht enthalten, da deren Timing nicht von LPKF, sondern von nachgelagerten Qualifikationsprozessen abhängt. Mit der im September 2025 gestarteten Restrukturierung strebt das Unternehmen bis 2028 eine zweistellige EBIT-Marge an.
Strategisch setzt LPKF auf den Ausbau seiner LIDE-Technologie für glasbasierte Substrate im Halbleiter-Advanced-Packaging, einem Bereich, in dem sich die Marktdynamik nach Einschätzung des Vorstands zunehmend verdichtet. Ergänzend prüft das Unternehmen den Verkauf der ARRALYZE-Aktivitäten und richtet das Kunststoffschweißsegment nach strukturellen Anpassungen neu aus. Der Konsortialvertrag mit den finanzierenden Banken wurde bis 2028 verlängert.
Die LPKF Laser Aktie notiert bei 6,16 Euro mit 8,33 Prozent im Minus.
