Deutz verdoppelt bereinigtes EBIT, Dividende leicht erhöht
Der Kölner Motorenhersteller Deutz hat 2025 trotz eines schwachen Kernmarkts steigendes Geschäftsvolumen verzeichnet: Der Umsatz stieg um 12,7 Prozent auf 2,044 Milliarden Euro, der Auftragseingang kletterte um 13,7 Prozent auf 2,078 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 46,4 Prozent auf 112,3 Millionen Euro, die entsprechende Marge stieg von 4,2 auf 5,5 Prozent. Im Schlussquartal lag sie bereits bei 6,8 Prozent. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich von 110,4 auf 143,4 Millionen Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat von Deutz schlagen der Hauptversammlung am 13. Mai 2026 eine Dividende von 0,18 Euro je Aktie vor, nach 0,17 Euro im Vorjahr.
Kooperation mit Daimler Truck treibt Deutz-Wachstum
Wachstumstreiber waren vor allem die Industriemotoren aus der Partnerschaft mit Daimler Truck, das Energy-Geschäft rund um Blue Star Power Systems sowie erste Umsatzbeiträge aus dem 2025 aufgebauten Defense-Segment. Das Kostenprogramm „Future Fit” hat nach Unternehmensangaben bereits über 25 Millionen Euro erfolgswirksam erbracht, bis Jahresende soll die Kostenbasis um deutlich mehr als 50 Millionen Euro gegenüber 2024 sinken. Seit Jahresbeginn 2026 operiert Deutz in fünf eigenständigen Business Units, um Entscheidungen kundennäher zu treffen und die Mittelfristziele zu erreichen.
Für 2026 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro bei einer bereinigten EBIT-Rendite von 6,5 bis 8,0 Prozent. Voraussetzung ist, dass die zu Jahresbeginn sichtbare Erholung im Baumaschinen- und Landtechnikbereich anhält. Der Free Cashflow vor M&A soll einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag erreichen.
Mittelfristig peilt Deutz bis 2030 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro und eine bereinigte EBIT-Rendite von 10 Prozent an. „Ziel ist es, den Umsatz bis 2030 auf 4 Milliarden Euro zu verdoppeln und dabei die bereinigte EBIT-Rendite auf 10 Prozent zu steigern. Dazu setzen wir seit Anfang des Jahres auf fünf eigenständige Geschäftsbereiche”, so Deutz-CEO Sebastian Schulte. Zudem setze man „weiterhin auf gezielte M&A-Transaktionen bei gleichzeitiger Reduzierung der Strukturkosten”, so Deutz.
Die Deutz Aktie notiert bei 8,60 Euro mit 5,55 Prozent im Minus.
