Mercedes-Benz: Enttäuschender Ausblick hat Konsequenzen
Die Zahlen von Mercedes-Benz zum abgelaufenen Geschäftsjahr verfehlen einige Erwartungen. Der Autobauer meldet ein bereinigtes EBIT von 8,2 Milliarden Euro. Der Konsens stand bei 8,5 Milliarden Euro. Auch der freie Cashflow im Industriegeschäft von 5,4 Milliarden Euro verfehlt die Schätzungen um 300 Millionen Euro.
Eine positive Überraschung gibt es bei der Dividende. Der Autokonzern will 3,50 Euro je Aktie an seine Aktionäre ausschütten. Die Analysten der DZ Bank rechneten mit 2,40 Euro, der Konsens stand bei 2,45 Euro.
Auch die Prognose für 2026 verfehlt die Hoffnungen des Marktes. Bei Mercedes-Benz Cars soll es eine bereinigte EBIT-Marge von 3 Prozent bis 5 Prozent geben. Die Analysten rechneten zuletzt mit 5,5 Prozent. Ihre neue Schätzung steht bei 4,0 Prozent.
Für den gesamten Konzern wird ein deutliches EBIT-Plus kommuniziert, somit soll das operative Ergebnis um mehr als 15 Prozent zulegen. Hier steht im Analysten-Modell zuvor ein Plus von 54 Prozent.
Den Anteil an Daimler Truck will der DAX-Konzern im Jahresverlauf von 32,3 Prozent auf 25,3 Prozent verringern.
Die Analysten bleiben bei der Kaufempfehlung für die Papiere von Mercedes-Benz. Das Kursziel wird von 64,00 Euro auf 60,00 Euro zurückgenommen.
Mittelfristig will Mercedes-Benz Cars rund 2 Millionen Fahrzeuge absetzen. 2025 waren es 1,8 Millionen Einheiten. Der Anteil der E-Autos soll von 20,5 Prozent (2025) auf 40 Prozent zulegen. Die bereinigte Marge wird bei 8 Prozent bis 10 Prozent gesehen. Früher wollte der Konzern in 2027 noch eine Marge von mindestens 10 Prozent schaffen.
Für das laufende Jahr rechnen die Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 5,60 Euro (alt: 7,04 Euro). 2027 sollen es 6,72 Euro (alt: 8,10 Euro) sein. Die erste Prognose für 2028 lautet 7,79 Euro.
Die Aktien von Mercedes-Benz (WKN: 710000, ISIN: DE0007100000, Chart, News) verlieren 0,3 Prozent auf 51,76 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten kommt die Aktie auf ein Minus von 11 Prozent.
