Abivax-Verlust steigt deutlich - Phase-3-Daten für Obefazimod rücken näher
Die französische Biotech-Gesellschaft Abivax hat 2025 einen Nettoverlust von 336,1 Millionen Euro ausgewiesen, nach 176,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der operative Verlust weitete sich auf 246,1 Millionen Euro aus, nach 173,0 Millionen Euro. Die Forschungsausgaben stiegen auf 177,8 Millionen Euro, nach 146,5 Millionen Euro, getrieben von höheren CMC-Kosten sowie dem Fortschritt der Phase-2b-Studie bei Morbus Crohn. Die Verwaltungskosten sprangen von 32,9 auf 67,7 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund gestiegener Sozialabgaben im Zusammenhang mit Programmen zur Mitarbeiter-Beteiligung nach dem starken Kursanstieg der Abivax Aktie.
Im Mittelpunkt des Ausblicks von Abivax steht die Phase-3-Studie ABTECT-UC zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa mit dem Wirkstoff Obefazimod. Ein unabhängiges Sicherheitsgremium stellte Mitte März keine neuen Sicherheitssignale fest, rund 90 Prozent der Studienteilnehmer haben die 44-wöchige Behandlungsphase abgeschlossen. Die Topline-Ergebnisse werden für Ende des zweiten Quartals 2026 erwartet. Bei positiven Daten plant das Biotech-Unternehmen die Einreichung eines Zulassungsantrags in den USA noch im vierten Quartal 2026.
Die liquiden Mittel lagen zum 31. Dezember 2025 bei 530,4 Millionen Euro, gestützt durch eine Kapitalerhöhung im Juli 2025 mit einem Nettoerlös von rund 597 Millionen Euro. Die Liquidität soll nach Unternehmensangaben vom Dienstag bis ins vierte Quartal 2027 reichen.
Die Abivax Aktie notiert bei 101,00 Euro mit 1,94 Prozent im Minus.
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