Marinomed: Kapitalerhöhung in den Startlöchern
Bei Marinomed gibt es eine Kapitalerhöhung. Bis zu 459.985 neue Aktien sollen ausgegeben werden. Der Bezugspreis je Aktie liegt bei 14,00 Euro. Dies ist ein Abschlag von 19 Prozent zum Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate.
Altaktionäre können für vier Papiere eine neue Aktie zeichnen. Die Bezugsfrist startet vermutlich am 26. März und endet am 9. April. Durch die Finanzierungsrunde sollen brutto mindestens 2 Millionen Euro in die Kasse kommen. Wird die Kapitalerhöhung vollständig platziert, liegt das Volumen bei 6,44 Millionen Euro.
Nicht von den bisherigen Investoren bezogene Aktien sollen als Privatplatzierung qualifizierten Investoren angeboten werden. Ein bisher nicht an Marinomed beteiligter Investor hat zugesagt, im Rahmen dieser Platzierungsrunde Aktien im Wert von 1 Million Euro zu zeichnen.
Die Österreicher haben kurzfristigen Liquiditätsbedarf, da Zahlungen aus der Übertragung des Carragelose Geschäfts an Unither Pharmaceuticals bisher nicht in ausreichender Höhe geflossen sind. Mit dem frischen Geld will man den Sanierungsplan erfüllen und die Finanzierungslücke schließen. Im Mai muss Marinomed 1,32 Millionen Euro an Kreditgeber zurückzahlen.
Die Analysten von First Berlin nehmen keine Änderungen an ihrem Modell vor. Für das laufende Jahr rechnen sie mit einem Umsatz von 8,95 Millionen Euro und einem Gewinn je Aktie von 1,24 Euro. 2027 sollen es 9,59 Millionen Euro bzw. 1,46 Euro sein.
Unverändert sprechen die Analysten eine Kaufempfehlung für die Aktien von Marinomed aus. Das Kursziel steht weiter bei 50,00 Euro.
Die Aktien von Marinomed (WKN: A2N9MM, ISIN: ATMARINOMED6, Chart, News) geben in Wien 5,0 Prozent auf 14,25 Euro nach. In den vergangenen sechs Monaten verliert die Aktie 28 Prozent.
