Salzgitter: Stahlsparte belastet, Technologie rettet das Jahr
Der Salzgitter-Konzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Vorsteuerverlust von 28 Millionen Euro abgeschlossen – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem von Sondereffekten belasteten Vorjahreswert von minus 296 Millionen Euro. Der Außenumsatz sank auf von 10,0 Milliarden Euro auf 9,0 Milliarden Euro, das EBITDA von 445 Millionen Euro auf 376 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis belief sich auf minus 70 Millionen Euro, was einem Verlust je Aktie von 1,37 Euro nach einem Minus von 6,51 Euro im Jahr 2024 entspricht. Die Nettofinanzschulden stiegen infolge der Investitionen in das Dekarbonisierungsprogramm SALCOS von 574 Millionen Euro auf 954 Millionen Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 3. Juni eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie des Salzgitter-Konzerns vor.
Die stahlnahen Segmente blieben das Sorgenkind: Stahlerzeugung und Stahlverarbeitung wiesen negative Vorsteuerergebnisse aus, der Handelsumsatz schrumpfte auf 2,63 Milliarden Euro. Stabilisierend wirkten der Geschäftsbereich Technologie mit einem Rekord-EBT von 112,8 Millionen Euro sowie der Ergebnisbeitrag der Aurubis-Beteiligung von 180 Millionen Euro. Im Rahmen des Kostensenkungsprogramms P28 wurden Maßnahmen mit einem zusätzlichen Effekt von 129 Millionen Euro implementiert.
Für 2026 erwartet Salzgitter einen Umsatz von rund 9,5 Milliarden Euro, ein EBITDA zwischen 500 Millionen Euro und 600 Millionen Euro sowie ein EBT zwischen 75 Millionen Euro und 175 Millionen Euro. Positive Impulse erhofft sich der Konzern von EU-Handelsschutzmaßnahmen. Nicht eingerechnet sind mögliche Effekte aus der geplanten Übernahme der alleinigen Verantwortung für die Hüttenwerke Krupp Mannesmann.
Die Salzgitter Aktie notiert bei 32,50 Euro mit 8,09 Prozent im Minus.
