Exasol: 2025 bringt Gewinnsprung - EBITDA-Rückgang in 2026 erwartet
Das Nürnberger Datenbank-Unternehmen Exasol hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer verbesserten Ertragslage abgeschlossen. Das EBITDA verdoppelte sich auf 4,1 Millionen Euro, das Konzernergebnis stieg von 0,2 Millionen Euro auf 3,0 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 5,6 Prozent auf 41,8 Millionen Euro zu, allerdings trugen einmalige Hardware- und Serviceumsätze von 4,1 Millionen Euro wesentlich dazu bei. Die liquiden Mittel wuchsen von 15 Millionen Euro auf 18,7 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 23,8 auf 34,2 Prozent.
Belastet wurde die ARR-Entwicklung durch vorgezogene Vertragsanpassungen und Kündigungen außerhalb der strategischen Fokusbranchen. Der ARR-Brutto-Churn stieg dadurch auf 10,2 Millionen Euro, nach 6,0 Millionen Euro im Vorjahr, was den Gesamt-ARR von 42,5 Millionen Euro auf 39,1 Millionen Euro drückte. Der ARR in den Fokusbranchen wuchs dagegen um 10,1 Prozent auf 26,7 Millionen Euro und erhöhte seinen Anteil am Gesamt-ARR auf 68 Prozent.
Exasol will „Fokus-Branchen weiter verstärken”
„2026 werden wir unsere Ressourcen und Aktivitäten auf die Fokus-Branchen weiter verstärken, das Neukundengeschäft ausbauen und zusätzliche Wachstumsimpulse über strategische Partnerschaften erschließen. Gleichzeitig setzen wir unsere Investitionen in den Ausbau unserer KI-Fähigkeiten gezielt fort”, so Jörg Tewes, CEO der Exasol AG, am Donnerstag.
Für 2026 erwartet Exasol ein ARR-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, rechnet aber mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich – bedingt durch nachlaufende ARR-Effekte und voraussichtlich niedrigere Einmalumsätze. Das EBITDA soll zwischen 3 Millionen Euro und 4 Millionen Euro liegen. Als Wachstumshebel nennt das Unternehmen neue Partnerschaften mit MariaDB, Stackit und Exoscale sowie den weiteren Ausbau von KI-Funktionen innerhalb der Analytics Engine.
Die Exasol Aktie notiert bei 2,01 Euro mit 3,83 Prozent im Minus.
