1&1: Gewinnrückgang und 5 Cent Mindestdividende – Hoffnung ruht auf 2026
Der Telekommunikationsanbieter 1&1 hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnisrückgang abgeschlossen. Das EBITDA fiel um 9 Prozent auf 537,5 Millionen Euro, das EBIT brach sogar um 32,7 Prozent auf 208,2 Millionen Euro ein. Der Gewinn je 1&1 Aktie sank von 1,21 Euro auf 0,94 Euro. Hauptursache war der Wechsel des National-Roaming-Partners von Telefónica zu Vodafone: Dessen Netzkapazitäten wuchsen langsamer als erwartet, was die Vorleistungskosten unerwartet stark belastete. Der Umsatz legte dagegen um 1,8 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro zu.
Die Dividende bleibt mit 0,05 Euro je Aktie auf dem gesetzlichen Mindestmaß. Hier muss noch die Hauptversammlung von 1&1 zustimmen.
Positiv entwickelte sich der Free Cashflow, der von 20,8 Millionen Euro auf 195,1 Millionen Euro sprang – allerdings vor allem deshalb, weil Vorauszahlungen an die Deutsche Telekom für VDSL- und FTTH-Kontingente weggefallen sind. Die Cash-Investitionen stiegen dagegen auf 409,2 Millionen Euro.
Für 2026 prognostiziert 1&1 einen Service-Umsatz auf Vorjahresniveau sowie ein EBITDA von rund 800 Millionen Euro – ein Sprung gegenüber den bereinigten 689 Millionen Euro aus 2025 inklusive Versatel. Das Investitionsvolumen soll zwischen 500 und 550 Millionen Euro liegen. Für 2027 und 2028 stellt der Vorstand jeweils ein operatives EBITDA-Wachstum von rund 100 Millionen Euro in Aussicht.
Die 1&1 Aktie notiert bei 23,40 Euro mit 6,61 Prozent im Plus.
