Vossloh erhöht die Dividende - Sateba-Kauf hinterlässt ihre Spuren
Die Vossloh AG hat im Geschäftsjahr 2025 Umsatz, Ergebnis und freien Cashflow gesteigert. Der Konzernumsatz wuchs um 11 Prozent auf 1,343 Milliarden Euro, das EBIT vor PPA-Effekten für die neu konsolidierte Sateba-Gruppe legte um 13,7 Prozent auf 119,6 Millionen Euro zu. Der freie Cashflow verbesserte sich von 86,0 auf 98,8 Millionen Euro. Der Auftragsbestand überschritt zum Jahresende erstmals die Milliardengrenze und lag mit 1,034 Milliarden Euro um 23,7 Prozent über dem Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie ging trotz gestiegener operativer Ergebnisse von 3,56 auf 3,24 Euro zurück, bedingt durch die höhere Aktienzahl nach der Sateba-Übernahme. Die Dividende soll auf 1,15 Euro je Vossloh Aktie erhöht werden nach zuvor 1,10 Euro.
„In einem weiterhin anspruchsvollen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld haben wir unsere Marktposition im Wachstumsmarkt Bahninfrastruktur weiter gestärkt und operativ sehr gute Ergebnisse erzielt”, so Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG. So hat Unternehmensangaben zufolge unter anderem eine temporär verhaltenere Nachfrage der Deutschen Bahn nach Logistik- und Schweißdienstleistungen belastet, mittlerweile verbessere sich das Umfeld in Deutschland aber. „Ein wichtiger Meilenstein war im letzten Jahr außerdem die strategisch äußerst bedeutsame Übernahme des europäischen Betonschwellenherstellers Sateba”, so Schuster.
Stabilität von Vossloh auch nach Übernahme nicht in Frage gestellt
Die Übernahme hat einige Bilanz-Kennziffern signifikant verändert: Die Nettofinanzverschuldung des Vossloh-Konzerns stieg durch den Sateba-Erwerb mit einem Kaufpreis von rund 450 Millionen Euro deutlich von 88,7 auf 491,5 Millionen Euro, das Net-Leverage-Verhältnis blieb aber wie vom Unternehmen erwartet unter 2,75. Die Eigenkapitalquote per Ende 2025 lag bei 38,4 Prozent nach zuvor 50,4 Prozent. Die finanzielle Stabilität und Flexibilität von Vossloh sei aber nicht in Frage gestellt, heißt es aus dem Vorstand in der Telefonkonferenz des Unternehmens aus Werdohl zu den Zahlen. Man habe notwendige finanzielle Freiheiten mit der Platzierung einer Hybridanleihe mit einem Volumen von 250 Millionen im Januar geschaffen.
Für 2026 erwartet Vossloh einen Umsatz zwischen 1,56 und 1,66 Milliarden Euro sowie ein EBITDA zwischen 215 und 230 Millionen Euro – getragen durch die erstmals ganzjährige Einbeziehung von Sateba und das Weichengeschäft. Das EBIT soll trotz erhöhter PPA-Abschreibungen auf 118,5 bis 131,0 Millionen Euro steigen.
Die Vossloh Aktie notiert bei 72,20 Euro mit 1,12 Prozent im Plus.
