ThyssenKrupp Nucera: Prognose nicht mehr haltbar
Am Abend kommt eine Gewinnwarnung von ThyssenKrupp Nucera. Im Bereich grüner Wasserstoff wird nun im laufenden Geschäftsjahr mit einem EBIT von -90 Millionen Euro bis -125 Millionen Euro (Vorjahr: -56 Millionen Euro) gerechnet. Bisher lag die Prognose bei -55 Millionen Euro bis -80 Millionen Euro. Die Aufwendungen für spezifische Optimierungsmaßnahmen an bereits ausgelieferten Modulen für Elektrolyseuranlagen sind ein Grund für die Warnung. Außerdem hat ein US-Kunde den Vertrag für eine 20-MW-Pilotanlage aufgelöst.
Auch die Umsatzprognose wird für diesen Bereich korrigiert. Bisher lag diese bei 150 Millionen Euro bis 220 Millionen Euro. Laut neuer Prognose sind 120 Millionen Euro bis 170 Millionen Euro (Vorjahr: 459 Millionen Euro) machbar.
Eine Veränderung gibt es auch im CA-Segment. Hier geht Nucera von einem EBIT zwischen 45 Millionen Euro und 65 Millionen Euro (Vorjahr: 58 Millionen Euro) aus. Die vorherige Prognose sprach von 40 Millionen Euro bis 65 Millionen Euro. Die Umsatzprognose steht wie zuvor bei 320 Millionen Euro bis 400 Millionen Euro (Vorjahr: 387 Millionen Euro).
Diese Änderungen haben auch Auswirkungen auf die Konzernprognose. Hier lag die Umsatzschätzung bei 500 Millionen Euro bis 600 Millionen Euro. Sie wird nun auf 450 Millionen Euro bis 550 Millionen Euro korrigiert. Die EBIT-Spanne läuft von -30 Millionen Euro bis -80 Millionen Euro (Vorjahr: +2 Millionen Euro). Die alte Prognosespanne kam auf 0 Euro bis -30 Millionen Euro.
Zahlen zum ersten Halbjahr wird ThyssenKrupp Nucera am 12. Mai publizieren.
Die Analysten der Deutschen Bank bestätigen nach der Warnung die Kaufempfehlung für die Papiere von ThyssenKrupp Nucera. Das Kursziel sehen sie weiter bei 11,00 Euro.
Die Aktien von ThyssenKrupp Nucera (WKN: NCA000, ISIN: DE000NCA0001, Chart, News) geben 3,7 Prozent auf 8,245 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten verliert die Aktie 21 Prozent.
