Fraport: Free Cash Flow erstmals seit 2018 positiv
Der Fraport-Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 den Free Cash Flow nach jahrelangen Investitionsphasen erstmals seit 2018 wieder in den positiven Bereich gedreht: Er stieg von minus 674,7 Millionen Euro auf plus 24,4 Millionen Euro. Das EBITDA legte um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu. Das Konzern-Ergebnis fiel dagegen um 6,7 Prozent auf 468,1 Millionen Euro, belastet durch höhere Abschreibungen im Zusammenhang mit der Terminaleröffnung in Lima sowie den Wegfall eines Sondereffekts aus dem Russland-Verkauf 2024. Die Verschuldungskennzahl Netto-Finanzschulden zu EBITDA verbesserte sich von 6,4 auf 5,7. Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Fraport Aktie vor.
Das Konzernpassagieraufkommen erreichte mit 184 Millionen Fluggästen erstmals ein Niveau leicht über dem Vorkrisenwert von 2019. Der Heimatflughafen Frankfurt liegt mit minus 10 Prozent gegenüber 2019 aber noch deutlich zurück. Schulte machte dafür regulierte Standortkosten verantwortlich und forderte weitere politische Entlastungen.
CEO Stefan Schulte hob die finanzielle Trendumkehr hervor: „Der Free Cash Flow liegt seit 2018 erstmals wieder im positiven Bereich. Durch das Auslaufen der großen Investitionsprojekte werden unsere frei verfügbaren Mittel weiter deutlich steigen.” Man gewinne damit „Spielräume für den Schuldenabbau und Dividendenzahlungen an unsere Aktionärinnen und Aktionäre”, so der Fraport-Chef am Dienstag.
Für 2026 erwartet Fraport ein EBITDA von bis zu rund 1,5 Milliarden Euro bei einem Passagieraufkommen zwischen 188 und 195 Millionen. Das Konzern-Ergebnis wird indes durch steigende Abschreibungen und Zinsaufwendungen aus dem neuen Terminal 3 auf rund 300 bis 400 Millionen Euro sinken. Sobald die Verschuldungskennzahl unter 5,0 fällt, will das Unternehmen die Dividende anheben – die neue Ausschüttungspolitik sieht dann eine Quote von 60 bis 80 Prozent des Konzerngewinns vor.
Die Fraport Aktie notiert bei 75,80 Euro mit 5,79 Prozent im Plus.
