Enapter gewinnt US-Partner für AEM-Elektrolyseure
Die Enapter AG hat ihr Partner-Netzwerk auf fünf Partner ausgebaut. Der US-amerikanische Systemintegrator Total Hydrogen Solutions (THS) darf künftig Elektrolyseur-Systeme unter eigener Marke auf Basis von Enapters AEM-Stacks entwickeln und vertreiben. THS erhält dazu Zugang zur digitalen Plattform CoreKraft sowie zu Referenzdesigns. Laufende Projekte umfassen Lkw-Betankungsanlagen in Kanada und eine CO2-zu-Ethanol-Anlage im US-Bundesstaat Virginia.
THS strebt nach eigenen Angaben mittelfristig Projekte im Multi-Megawatt-Bereich an. Finanzielle Details zur Partnerschaft nannte Enapter nicht.
Das Unternehmen meldete am Freitag schwächer als erwartet ausgefallene Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Der Hamburger Elektrolyseur-Hersteller hat beim Umsatz mit 22,1 Millionen Euro die eigene Erwartungsspanne von 20 bis 22 Millionen Euro knapp übertroffen. Das EBITDA fiel mit minus 18,1 Millionen Euro jedoch weit unter die prognostizierten minus 9 bis 10 Millionen Euro. Als Ursachen nennt die Gesellschaft Wertberichtigungen auf Forderungen von rund 3 Millionen Euro sowie einen Aufwand von rund 4,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Rücknahme bereits ausgelieferter Stacks. Bereinigt um diese Sondereffekte hätte das EBITDA bei minus 10,6 Millionen Euro gelegen.
Enapter geht nach eigenen Angaben vom Freitag davon aus, die entsprechenden Erlöse aus den zurückgenommenen Stacks im laufenden Jahr 2026 zu realisieren. Der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende auf rund 36 Millionen Euro, davon sollen nach aktueller Einschätzung rund 29 Millionen Euro im Jahr 2026 umsatzwirksam werden.
Die Enapter Aktie notiert bei 1,375 Euro mit 1,1 Prozent im Plus.

Dieser Bericht könnte Sie auch interessieren