Grenke: Ein unrealistischer Wert
Im vierten Quartal verbessert sich der Gewinn bei Grenke um 42 Prozent auf 21,5 Millionen Euro. Beim Ertrag geht es um 15 Prozent auf 173,7 Millionen Euro nach oben. Die Erwartungen der Analysten der DZ Bank werden jeweils ganz leicht verfehlt. Die Eigenkapitalquote ist leicht auf 15,6 Prozent gesunken. Grenke macht in einer Telefonkonferenz deutlich, dass man mittelfristig keine Kapitalerhöhung plant. Man sei ausreichend kapitalisiert.
Im laufenden Jahr will Grenke einen Gewinn von 74 Millionen Euro bis 86 Millionen Euro (2025: 57,1 Millionen Euro) erwirtschaften. Die Analysten halten 81 Millionen Euro für realistisch. Den Gewinn je Aktie sehen sie 2026 bei 1,48 Euro (alt: 1,92 Euro) und 2027 bei 1,92 Euro (alt: 2,28 Euro). Aufgrund der derzeitigen geopolitischen Unsicherheiten ist man allgemein etwas vorsichtiger.
Bis 2030 will Grenke eine Eigenkapitalrendite von 10 Prozent schaffen. Das ist für die Experten ein unrealistischer Wert. Sie halten 9,1 Prozent für machbar.
Wie bisher kommt von den Analysten eine Kaufempfehlung für die Aktien von Grenke. Das Kursziel wird von 22,00 Euro auf 21,00 Euro reduziert.
Das KGV 2026e steht bei 9,5. Das ist eine historisch attraktive Bewertung, die 2027 auf ein KGVe von 7,3 sinken soll.
Die Aktien von Grenke (WKN: A161N3, ISIN: DE000A161N30, Chart, News) gewinnen 4,2 Prozent auf 13,28 Euro. In den vergangenen sechs Monaten gibt die Aktie fast 18 Prozent nach.
