Rheinmetall: Weit entfernt von einer Kaufempfehlung - Gewinnprognose wird reduziert
Es ist etwas schwierig, die Zahlen von Rheinmetall zum vierten Quartal wirklich zu beurteilen. Es fehlt ein klarer Konsens, der Fokus auf die Verteidigung und der Verkauf der Automotive-Sparte muss noch teils bei Analysten eingearbeitet werden.
Im Gesamtjahr kommt Rheinmetall im fortgeführten Defence-Bereich auf einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro (+29 Prozent). Der Konsens stand bei 10,1 Milliarden Euro. Die operative Marge von 18,5 Prozent schlägt den Konsens von 17,3 Prozent. Das Ziel der Gesellschaft, eine Marge von mehr als 20 Prozent zu schaffen, könnte schon vor 2030 machbar sein.
Der Auftragseingang legt um 9 Prozent auf 26 Milliarden Euro zu. Daraus resultiert ein Auftragsbestand von 63 Milliarden Euro. Dieser soll 2026 auf rund 135 Milliarden Euro ansteigen.
Für 2026 prognostiziert Rheinmetall einen Umsatz von 14,0 Milliarden Euro bis 14,5 Milliarden Euro. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent kommen. Der Konsens steht bei 14,1 Milliarden Euro bzw. 18,4 Prozent.
Von den Analysten von mwb research kommt unverändert eine Halteempfehlung für die Papiere von Rheinmetall. Das Kursziel von 1.700,00 Euro wird bestätigt.
Im Munitionsbereich könnte Rheinmetall größere Konkurrenz bekommen. Das Kartellamt hat eine verstärkte Konkurrenz im Kaliber 155mm Bereich für Artilleriemunition ermöglicht. Das kann sich auf die Margen auswirken.
Die Analysten rechnen 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 33,66 Euro (alt: 37,15 Euro). 2027 sollen es 48,94 Euro (alt: 53,16 Euro) sein.
Die Papiere von Rheinmetall (WKN: 703000, ISIN: DE0007030009, Chart, News) gewinnen 0,9 Prozent auf 1.553,50 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten kommt die Aktie auf ein Plus von 23 Prozent.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Rheinmetall.
