Iran-Krieg: Keine Energie-Krise in Deutschland aber Bremsspuren in der Wirtschaft - DZ Bank
Europas größte Wirtschaftsnation importiert nur rund sechs Prozent seines Erdöls und noch einen geringeren Anteil seines Gasbedarfs aus den Golfstaaten. Deshalb erwartet DZ BANK Analyst Claus Niegsch keine Energie-Krise in Deutschland. Norwegen und die USA mit jeweils über 16 Prozent sind die wichtigsten Öl-Lieferanten. „Die Versorgungssicherheit ist derzeit nicht gefährdet“, so Niegsch.
Trotzdem werden hierzulande durch den stark steigenden Ölpreis vor allem energieintensive Industriebranchen leiden. Hierzu zählen in erster Linie die Chemiebranche, das Ernährungsgewerbe und die Metallerzeuger. Außerhalb der Industrie sind vor allem der Logistik- und Verkehrssektor betroffen. „Hier schlagen die höheren Treibstoffkosten voll durch“, so Niegsch. Zudem könnten Verbraucher, die mit dem PKW pendeln und so von hohen Tankkosten besonders stark betroffen sind, nun weniger Geld für den Konsum ausgeben. Entscheidend sei aber vor allem die Dauer des Kriegs.
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