Deutsche Börse: Allfunds-Aktionäre stimmen Übernahme zu - neue Analystenstimmen
Die Deutsche Börse hat beim geplanten Erwerb von Allfunds einen wichtigen Zwischenschritt erreicht. Bei der Gerichtsversammlung und der Hauptversammlung des Fondsvertriebsdienstleisters stimmten jeweils mehr als 99,9 Prozent der abgegebenen Stimmen für das Scheme of Arrangement sowie den erforderlichen Sonderbeschluss. Der Abschluss der Transaktion hängt nun noch von behördlichen Genehmigungen ab und wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich in der ersten Hälfte 2027 erwartet.
Analysten bewerten die Deutsche Börse überwiegend positiv. JPMorgan erhöhte das Kursziel für den DAX-Titel um 2 Euro auf 302 Euro und bekräftigte die Einstufung „Overweight” – begründet mit gestiegenen Handelsvolumina und angehobenen Ergebnisprognosen für die Jahre bis 2028, teilweise kompensiert durch gesenkte Bewertungsmultiplikatoren in einzelnen Segmenten.
Andere Research-Häuser haben in dieser Woche ihre Einstufungen bestätigt, so Deutsche Bank die Kaufempfehlung. Man verwies auf erhöhte Marktvolatilität infolge des Iran-Kriegs, die vor allem im Rohstoff- und Gashandel zu Volumensteigerungen geführt habe. Zurückhaltender zeigte sich RBC mit „Sector Perform” und einem Kursziel von 235 Euro. Das Institut sieht strukturelle Wachstumstreiber, stuft das KI-Risiko für den Konzern zudem als begrenzt ein – unter Verweis auf die Exklusivität der Datenbestände und die enge Verzahnung mit Kundenprozessen.
Die Deutsche Börse Aktie notiert bei 240,70 Euro mit 2,03 Prozent im Plus.
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