KAP AG: Alle Aktivitäten werden „kritisch hinterfragt”
Die KAP AG hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang auf 241,4 Millionen Euro verbucht (Vorjahr: 252,5 Millionen Euro). Das normalisierte EBITDA fiel um 8,7 Prozent auf 20,0 Millionen Euro, die entsprechende Marge lag bei 8,3 Prozent. Die Lage im Segment surface technologies verschärft sich: Das normalisierte EBITDA brach dort um 59,2 Prozent auf 3,1 Millionen Euro ein, zudem drohen Wertminderungen im unteren bis mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen zeigten nach eigenen Angaben im schwierigen Umfeld nicht die erhoffte Wirkung. Vorstandssprecher Marten Julius: „Die Maßnahmen wurden jedoch durch das äußerst schwache gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Umfeld überlagert, sodass wir mit unserer Ergebnisentwicklung insgesamt nicht zufrieden sein können. Daher stehen sämtliche Geschäftsbereiche, Kostenstrukturen und strategischen Annahmen auf dem Prüfstand und werden kritisch hinterfragt. Unser Ziel ist es, die KAP AG wieder auf einen belastbaren und zukunftsfähigen Kurs zu führen."
Refinanzierungsgespräche mit Banken laufen, ein in Arbeit befindliches IDW-S6-Gutachten soll die Grundlage für eine tiefgreifende Neuausrichtung liefern. Den testierten Geschäftsbericht samt Prognose für 2026 will die Gesellschaft am 28. April 2026 vorlegen.
Die KAP AG Aktie notiert bei 1,82 Euro mit 4 Prozent im Plus.
