Gerresheimer droht SDAX-Rauswurf wegen Bilanzprüfung
Der Verpackungsspezialist Gerresheimer verschiebt die Veröffentlichung seines testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 auf Juni 2026 – und verfehlt damit die regulatorische Frist zum 31. März. Auslöser ist eine laufende Sonderuntersuchung durch eine zweite externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Geschäftsvorgänge aus den Jahren 2024 und 2025 unter die Lupe nimmt.
Die Verzögerung dürfte nach Einschätzung des Düsseldorfer Unternehmens zum Ausschluss der Aktie aus dem SDAX führen.
Die Folgen reichen weiter: Die für den 16. April geplante Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026 verschiebt sich ebenfalls, die Hauptversammlung kann nicht wie vorgesehen am 3. Juni stattfinden. Beide Termine werden laut Unternehmen schnellstmöglich neu kommuniziert.
Parallel hat Gerresheimer Gespräche mit seinen Kreditgebern aufgenommen, um Fristen in den Finanzierungsverträgen für die Vorlage des testierten Abschlusses zu verlängern.
Die Gerresheimer Aktie notiert bei 18,28 Euro mit 7,68 Prozent im Minus.
