Redcare Pharmacy: Gewinnerwartungen werden deutlich reduziert
2024 kann Redcare Pharmacy den Umsatz um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro steigern. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten legt dabei in Deutschland um 98 Prozent zu und sorgt für entsprechende Impulse.
2026 soll das Umsatzplus bei 13 Prozent bis 15 Prozent liegen. Die zuletzt gesehene Dynamik wird somit geringer. Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten soll um 33 Prozent auf 670 Millionen Euro zulegen. Bei den nicht-verschreibungspflichtigen Mitteln soll es ein Plus von 8 Prozent bis 10 Prozent geben. Der Wettbewerb wird offenbar härter.
Mittelfristig will Redcare Pharmacy eine EBITDA-Marge von 5 Prozent schaffen, langfristig sollen es 8 Prozent sein. 2025 gibt es eine Marge von 1,2 Prozent. Bisher rechnete die Gesellschaft schon früher mit einer Marge von mehr als 8 Prozent. Der Markt reagiert entsprechend enttäuscht.
So sehen die Analysten von mwb research für 2026 nun eine EBITDA-Marge von 2,5 Prozent voraus, die 2027 auf 3,8 Prozent ansteigen soll. 2028 sollen es 4,5 Prozent sein. Der Gewinn je Aktie soll sich in diesem Zeitraum von -0,15 Euro (alt: +0,96 Euro) über +1,58 Euro (alt: +2,21 Euro) auf +3,23 Euro verbessern.
Dies hat Auswirkungen auf das Kursziel der Aktie. Im bisherigen Modell der Experten stand dieses bei 120,00 Euro. Es wird in der neuen Studie auf 95,00 Euro reduziert. Die Kaufempfehlung für die Aktien wird beibehalten.
Es wird aus Sicht der Analysten Zeit brauchen, bis das Vertrauen der Investoren wieder hergestellt sein wird.
Die Aktien von Redcare Pharmacy (WKN: A2AR94, ISIN: NL0012044747, Chart, News) gewinnen 1,0 Prozent auf 44,64 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 63 Prozent nachgegeben.
