Formycon: Umsatzziel verfehlt, Abschreibung auf FYB202 - Aktien-Kursziel sinkt
Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse von rund 45 Millionen Euro erzielt und damit die eigene Prognose von 55 bis 65 Millionen Euro deutlich verfehlt. Als Ursachen nennt das Unternehmen verzögerte Partnerschaftsabschlüsse, ins erste Quartal 2026 verschobene Meilensteinzahlungen sowie eine schwächer als erwartet verlaufende Marktdurchdringung des Ustekinumab-Biosimilars FYB202 in den USA
Beim EBITDA schnitt das Unternehmen besser ab: Mit rund minus 12 Millionen Euro landete die Kennzahl am oberen Ende der prognostizierten Spanne von minus 20 bis minus 10 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA von rund minus 7 Millionen Euro übertraf die Prognose sogar. Das Working Capital stieg auf rund 73 Millionen Euro und lag damit deutlich über der zuletzt kommunizierten Spanne von 55 bis 65 Millionen Euro – gestützt durch die im Juli 2025 platzierte Unternehmensanleihe über 70 Millionen Euro sowie Vorabzahlungen für den Keytruda-Biosimilar-Kandidaten FYB206.
Zusätzlich kündigt Formycon eine nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf FYB202 in einem niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag an.
mwb research senkte nach den Zahlen das Kursziel für die Formycon Aktie von 48 auf 40 Euro, hält jedoch an der Kaufempfehlung fest. Als zentrales Problem wertet das Institut die bislang begrenzte Listung von FYB202 bei US-amerikanischen Pharmacy Benefit Managers – Vermarktungspartner Fresenius Kabi habe hier bislang nur eingeschränkte Erfolge erzielt. mwb research merkt zudem an, dass das EBITDA von Formycon durch Meilensteinzahlungen und Entwicklungsleistungen gestützt wurde. Die schwächere Marktdurchdringung von FYB202 veranlasste das Institut, die Umsatzannahmen für die kommenden Jahre nach unten anzupassen.
Den vollständigen Jahresbericht samt Ausblick 2026 will Formycon am 26. März 2026 vorlegen.
Die Formycon Aktie notiert bei 21,25 Euro mit 3,19 Prozent im Minus.
