GFT übertrifft Prognose: KI-Plattform wächst, Aktie erholt sich deutlich
Die GFT Technologies SE hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatzanstieg von 871 Millionen Euro auf 888 Millionen Euro erzielt und damit die eigene Prognose von 885 Millionen Euro leicht übertroffen. Das bereinigte EBIT lag mit 67 Millionen Euro ebenfalls über dem Zielwert von 65 Millionen Euro, blieb jedoch unter dem Vorjahreswert von 78 Millionen Euro – bedingt durch Umbaukosten im britischen Geschäft und anhaltende KI-Investitionen. Der operative Cashflow ging gegenüber dem Vorjahr von 72 Millionen Euro auf 43 Millionen Euro zurück, der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 495 Millionen Euro.
Unter dem Strich fällt der Gewinn jeGFT Technologies Aktie von 1,77 Euro auf 1,27 Euro. Die Dividende soll dennoch unverändert bei 0,50 Euro je Aktie bleiben.
Wachstumstreiber waren nach Angaben des Stuttgarter Unternehmens vom Donnerstag die Segmente Versicherungen mit plus 15 Prozent sowie Industrie und Sonstiges mit plus 14 Prozent. Geografisch legten Brasilien um 28 Prozent, die USA um 17 Prozent und Kolumbien um 19 Prozent zu. Gegenläufig entwickelten sich das Großbritannien-Geschäft mit minus 25 Prozent sowie Kontinentaleuropa mit minus 3 Prozent. Die konzerneigene KI-Plattform Wynxx verzeichnete nach Unternehmensangaben ein Wachstum von mehr als 250 Prozent auf 92 Kunden in acht Ländern. Das davon beeinflusste Vertragsvolumen stieg auf über 70 Millionen Euro, was einem Plus von mehr als 700 Prozent entspricht.
Umsatz und bereinigtes EBIT sollen steigen
„Trotz intensiver Investitionen in unsere strategische Weiterentwicklung verfügen wir über eine solide Ertragsbasis und eine robuste Kapitalstruktur. Mit einer Eigenkapitalquote von 41 Prozent operieren wir weiterhin auf einer starken und stabilen finanziellen Grundlage. Unser Fokus liegt auf der weiteren Steigerung von Effizienz, der Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells und operativer Exzellenz. Dies schafft die finanziellen Voraussetzungen, um unsere ambitionierten Ziele bis 2029 zu erreichen”, so Jochen Ruetz, CFO und stellvertretender CEO von GFT Technologies.
Am mittelfristigen Ziel von 1,5 Milliarden Euro Umsatz bei einer bereinigten EBIT-Marge von 9,5 Prozent bis 2029 hält GFT fest. Für 2026 plant das Stuttgarter Unternehmen einen Umsatz von rund 930 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBIT von 71 Millionen Euro. Das EBT soll um 21 Prozent auf rund 56 Millionen Euro steigen, die EBT-Marge auf 6 Prozent.
Die GFT Technologies Aktie notiert bei 17,72 Euro mit 11,17 Prozent im Plus.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: GFT Technologies.
